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Historische Nachrichten über Benrath
Entstehung
Seite
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73Die Pfarr=Einkünfte bestanden außer dem sogenannten Wieden-oder Pfarrhofe und dessen Ländereien im Zehnten zu Cappel, Novenund Oven (Oever).Wie es zusammenhängt, daß im Jahre 1335 Adolphus seniorde Pomerio dem Kloster S. Mariae in Greverode (Graefrath beiSolingen) den Benrather großen und kleinen Zehnten (decimammagnam et minutam in parrochia de Royde cum omnibusattinentüs erga annua decem maldra siliginis) überträgt, istnicht nachweisbar.Ein Zusammenhang der Pfarrei Benrath mit Kloster Graef-rath findet sich indeß noch im Laufe desselben Jahrhunderts.1381 verkauft nemlich Lewe von Buyrwinkele (bei Mettmann)dem Herrn Everhard, Pastor zu Royde bei Benroide, zwei MalterRoggen erblicher Jahrrenten aus ſeinem Hofe zu Burwinkel undnimmt 1390 Evert Steinen Sohn in der Schuiren zu Hilden dieseRente, welche der Pastor zu Royde dem Kloster zu Graefrathgeschenkt hatte, in Erbpacht.Hat damit vielleicht zwischen der Pfarre Benrath und demKloster Graefrath mit Bezug auf den von Adolf von Bongart1335 vergebenen Zehnten ein Austausch gegen die BurwinkelerRente, die dem Kloster näher und bequemer lag, stattgefunden?In welcher Weise schon in der frühesten Zeit für Wachs undBeleuchtung der Kirche Vorsorge getroffen worden, ist in den Urkun-den über Cappeler Hof hieroben bereits angedeutet.In der Kirche bestand auch ein Altare beatae Mariac vir-ginis mit einer besondern Fundation, deren Collator nicht mehrbekannt ist.Zu Altenbrücken war ferner ein Altare et Capella S. Antonimit einem Malter Korn, wozu später noch ein Capital von 200Reichsthaler legirt worden, fundirt mit der Verpflichtung für eineh. Messe am Tage des h. Antonius, welche jetzt nicht mehr gehaltenwird.Als Pfarrer zu Beurath werden genannt:1368 Everard, Pastor in Royde, Zeuge in der betreffendenUrkunde des Cappelerhofs. 1381 Everhard, Pastor in Royde, wohlderselbe, wie vor, in der Urkunde des Kloster Graefraths. 1400 Ger-hard in Urkunden des Stifts zu Düsseldorf. 1550 Cothuisen seit21 Jahren Pfarrer zu Beurath, damals bereits 70 Jahre alt undder Reformation des Erzbischofs Hermann von Wied zugethan.