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Historische Nachrichten über Benrath
Entstehung
Seite
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70Fürstinnen bei jeweiligem Aufenthalte in Benrath ihren Schloßgeist-lichen von Düsseldorf mit, indem dort ein Schloßgeistlicher schon seiEnde des 14ten Jahrhunderts mit einer besondern Pfründe bestand.Doch hatte der Pfarrer von Beurath auf dem Schlosse diecura ordinaria. Im Jahre 1550 berichten die Beerbten vonBenrath dem Amtmann zu Monheim, daß der Fürst vor Zeiten zuBeurath auf dem Schlosse eine h. Messe habe halten, und dafürdem Sacrificanten fünf Gulden habe geben lassen, was aber damalsschon nicht mehr gehalten wurde.Der Oberkellermeister (Landrentmeister) Brosy berichtet ausden 1770ger Jahren, daß die Beaufsichtigung und Instandhaltungdes Schlosses und der Anlagen einem Entrepreneur von Pigagofür eine bestimmte Summe auf 20 Jahre ohne Caution verdungenworden sei ein seltsamer Modus, statt einen besoldeten Schloßkastellan zu bestellenindem Sr. Kurf. Durchlaucht mit derZusage seines Bruders, des Oberbaudirektors von Pigage, sich invim Clementissimi rescripti begnüget habe. Die forstlicheBenutzung des in eilf jährliche Schläge eingetheilten Schloß=Parksund die Jagd, welche an Hans Garath und Haus Edelbroich(Elbroich) grenze, gehöre nicht zur Entreprise, sondern unter dasOber=Jägermeisterei=Amt, dagegen wohl die Fischerei in den Schloßund sogenannten langen Weiern, mit alleiniger Ausnahme des soge-nannten. Capuziner=Canals an der Straße nach Hilden, welcher denPatres zu Noven vom Kurfürsten vergönnt sei.Zum Schlosse gehörten um diese Zeit noch sieben Gewalt sechsPferdstriften und der Brand zur Zeit der Echern für eine entspre-chende Zahl Schweine in der Reisholzer Gemarke, sowie die bereitserwähnten lange Weier an Kappelerhofsland abwärts nach Holthausen, endlich die Urdenbacher Mühle und der Ackerhof zu BeurathGDer zum Schlosse gehörige Ackerhof und die Urdenbacher Mühle..Als ersten Abspliß, der zur ehemaligen Herrlichkeit Benrathgehörig gewesenen, Güter kann man mit Fug den durch den GrafenWilhelm von Berg nach der obenmitgetheilten Urkunde von 1303dem Clarissenkloster zu Neuß geschenkten Kappelerhof betrachten, derbergisches Lehngut war..Ueber die jetzt noch zum Schlosse gehörige Oekonomie ist nochein Pachtbrief von 1464 vorhanden..