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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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131
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13✋⁰Wesen; denn die Liebe ist freundlich, sagt derApostel..Auch eifert sie nicht, oder, wie es in einer rich-tigern Uebersetzung heißt, auch ist sie nicht nei-disch. Ein liebreicher Mensch macht die Angelegen-heiten, Empfindungen und Begegnisse eines Andernzu seinen eigenen. Er kann es deswegen nicht blosansehen, wenn einer von denen, die mit ihm ver-bunden leben, diesen oder jenen Vorzug vor ihmhat, sondern er freut sich sogar über diesen Vorzug.Mit Vergnügen bemerkt er an dem Andern Geſchick-lichkeiten, Kenntnisse, Einsichten, körperliche Schön-heit, Geistesgaben, wenn sie ihm selber gleich sehrlen; er denkt sich in die Seele dieses Andern hin-ein und freut sich mit ihm über seine Vorzüge. Auchkann er es nicht allein ohne Misgunst ansehen, wennder Andre glücklicher ist als er, sondern er kann annem Glücke auch herzlich Theil nehmen. MitVergnügen bemerkt er, daß der Andrs mehr geliebt,mehr geachtet, mit Gütern des Glücks reichlicher ge-segnet wird und besser fortkömmt. Er empfindet mitihm sein Glück: sollte er sich über das Glück seinesFreundes, seiner Freundinn, seines Bruders, sei-ner Schwester nicht freuen, die er lieb hat? kanndie wahre Liebe wohl Neid haben? kann der, derdie Vorzüge und das Glück seiner Freunde und.J2