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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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307
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307ihr Werk, freut sich dessen, was sie zu Standebringt, aber sie legt Niemanden das, was sie thut,zur Schau. Eben diese ihre Bescheidenheit machtes auch, daß sie nicht, wie so häufig geschieht,hinausstrebt über den Kreis des häuslichen Lebens.Nein sie braucht keinen andern Schauplatz ihrerHandlungen, als ihr Haus. Sie hat gar keineNeigung, ihre Verdienste kund zu thun, ihre Vor-züge und Treflichkeiten bewundern zu lassen. Einedles Leben in Stille und Verborgenheit, das nurist ihrem Charakter angemessen. Und wie wohlist ihr bey diesem Sinne und wie beglücket sie da-durch auch alle die, die sie umgeben! O daß diesdoch allen denen recht einleuchtend seyn möchte,die von diesem Sinne so fern, leider so fern sind!und von denen es wohl oft genug heißen mag: sieerbieten sich mit hohen Worten und thun doch nichtsdazu! (Strach 4, 34.)II. Eben so schön und achtungswürdig ist an ihrzweytens auch ihre Unverdrossenheit in ih-ren Berufsgeschäften. Sie ist vom frühenMorgen beschäftigt bis zum späten Abend. Die häus-liche Lage, worin sie lebt, ist kümmerlich. IhrGatte und der Gatte ihrer Schwiegermutter sindnicht mehr. Ohne Hülfe und Beystand sind sie sichselbst überlassen. Die alte Mutter mag über ihrenJahren und über ihren ausgeſtandenen Muͤhen undU 2