⁵⁰hören, auf die es am meisten ankomme. Sie wol-len, daß man sie unter den übrigen bemerke undauf sie achte. Sie verlangen, daß man ihnen stetsmit Höflichkeit und Ehrenbezeigungen zuvorkomme,und erregen so gern die Aufmerksamkeit derer, diesie umgeben. Sie sehen ihre geringen Vorzüge gernerhoben und ins Licht gestellt und es ist ihnen nichtrecht, wenn sie übersehen und vergessen werden.Sie sind geneigt, jedes Uebersehen oder Vergessenihrer Person als eine Beleidigung aufzunehmen undfinden deswegen überall leicht irgend einen Anstoß.Wenn ihre Ansprüche nicht befriedigt werden, so wirdsofort Unwille und Bitterkeit in ihnen rege. AllesVergnügen und alle Heiterkeit weicht dann von ih-nen. Es wird ihnen dann schwer, gegen die, mitdenen sie umgehen, Freundlichkeit und Wohlwollenzu beweisen. Ihre gekränkte Eitelkeit reitzt sie zumUnmuth und zum Verdruß. Gott behüte uns vorſolchen Menſchen! wir wiſſen es ja wohl, wieschwer es hält, mit ihnen lange umzugehen undim Einverständniß zu bleiben; wir haben es ja wohloft genug erfahren, daß in dem Umgange mit ihnendurchaus keine Herzlichkeit und keine wahre Freudezu finden sey; wir haben es ja oft genug gesehen,wie sie durch ihren Eigendünkel und ihre Ansprücheallen denen, die mit ihnen umgehen, zur Last sindund sie durch ihre thörichten Wünsche und Forderun-
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