#296und angenehmen Erfahrungen Weisheit und Tugendlernen und sich zu einem höhern Berufe tauglichmachen und den er zu seiner Zeit, sobald der Herrwill, wieder verlassen soll, um zu einem höhernBerufe in einer andern Gegend des göttlichen Reichsemporzugehen. Die Güter dieser Erde betrachtet erkeinesweges als sein Eigenthum, das er nach Gut-finden verwahren oder wegwerfen, behalten oderverliehren kann, sondern als Güter, die ihm derHerr seines Lebens geliehen, anvertrauet hat, nichtblos um sich durch dieselben Glück und Freude zuverschaffen, sondern auch um durch den Genuß unddurch die Anwendung derselben Erfahrungen zumachen und sich selbst in allem Guten zu vervoll-kommnen. Die Unvollkommenheiten und Uebel derErde betrachtet er nicht blos als natürliche und noth-wendige Einschränkungen der Dinge, und nicht blosals den Schatten neben dem Lichte, der in dasgroße Gemälde des Lebens Abwechselung, Kraftund Nachdruck bringt, sondern auch und ganz vor-züglich als Anordnungen, die in den Plan des wel-sen Regierers der Welt gehören, als Mittel zurUebung unsrer Kräfte, als Veranstaltungen zur Er-weckung unsers Nachdenkens, zur Erregung unsrerKraft, zur Bildung unſers Herzens, zur Veredlungunsers Charakters. „Hier soll ich, — so denkt ervon seinem Aufenthalte in der Schule dieses Le-
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