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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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271
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.5271sich darüber nicht zufrieden geben kann, daß ihmſolche Umſtände ſo zuwider ſind!O, soll es denn so ganz vergeblich seyn, wennwir nach Heiterkeit des Geistes streben? Soll esdenn so ganz vergebens seyn, wenn der Schwermü-thige sein Haupt zu erheben und sein Herz zu ermun-tern sich Gewalt anthut? Soll es denn so ganzvergeblich seyn, wenn der von Sorgen und LeidenGedrückte ſeine Seele zum Frieden zu bringen ſichbemüht? Soll es denn so ganz vergeblich seyn,wenn der Umhergetriebene und Zerstreute festen Fußzu fassen und ruhig um sich her zu sehen sucht? Mußdenn der Mensch entweder von Sorgen und Feindengequält oder von Zerstreuungen herumgetrieben, odergleichgültig und gefühllos seyn? Giebts keinen Aus-weg? Sollen wir denn durchaus von unsern Wün-schen gedrängt unter den äussern Umständen, unterden Hindernissen erliegen?Die Materie, von der ich rede, ist zu wichtig;als daß ich meine Zuhörer nicht bitten möchte, dasWenige, welches ich heute vorgetragen habe, einemsorgfältigen Nachdenken und einer ernstlichen Beher-zigung zu unterwerfen. Vernehmet zum Schlussedieser Betrachtung, ehe wir sie am nächsten Sonntagefortsetzen, noch folgendes: Ich habe einen Manngekannt, der heiter war, obwohl ihm dies wegenseines Temperaments und wegen mancher äussern Um-