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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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259
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25334) macht uns nicht die Heiterkeit An-dern angenehm? Man sehe den Gleichgültigenund Gefühllosen; er bleibt einsam, er steht wieverlassen; keiner gesellt sich gern zu ihm; er hatnichts, was anzieht und reiht. Man bemerke denLustigen; auch der gefällt auf die Länge der Zeitnicht, wenn er auch eine kleine Weile Ergötzen undVergnügen um sich her verbreitet; man sucht ihnnicht, oft fürchtet man ihn als den Störer wahrrer inniger Freudt. Man bemerke den trübsinnigen,versunkenen Menschen; er entfernt Andre noch weitmehr von sich; wer ihn ansieht, dem entflieht schondurch den Anblick die Freude aus den Augen; glück-liche Menschen gehen ihnen aus dem Wege; un-glückliche wissen keinen Trost bey ihnen zu finden;es nahet sich ihnen nur derjenige, der bey Weis-heit und Liebe Kraft in sich fühlet, der krankenSeele Linderung zu geben. Aber der heitereMensch, o wie angenehm ist der Andern um sichher! Kinder wie Erwachsene fühlen das Anziehendeeines heitern Sinnes. Kinder rufen mit Freude einjedes andre Kind zu ihrem Spiele, welches nurfreundlich aussieht. Und wie gern gesellt man sichzu einem Menschen, der ohne Sturm und Drang,mit Ruhe und Frohsinn sich mittheilt! Wie gernhält man sich zu einem Freunde, der ohne heftigeLeidenschaft lebt und webt, ruhig ist und nur durchR 2