241⁵⁵edel und göttlich empfand sein Herz, als daß er sichvon seinem Reichthume hätte sollen verleiten lassen,einen verkehrten Sinn anzunehmen. Seine Güterbetrachtete er gewiß von einer solchen Seite, daßer keinen Misbrauch davon machen konnte. SeineDenkungsart war uͤberhaupt zu edel und erhaben,als daß er an diesen zufälligen Gütern sein Herzhätte verliehren können. Den guten Geist, denGott dem Menschen in die Brust gegeben hat, hatteer in sich so belebt und verstärkt, daß seine Machtherrschend in ihm geworden war. Und nun wan-delte er mit strenger Gewiſſenhaftigkeitauf der Bahn der Tugend. Denn ſiehe, erwill, wie das 3te und 4te Capitel meldet, dasRecht seines Nächsten nicht kränken, obwohl er esvermag und Gelegenheit dazu hat: rein muß blei-ben sein Haus von fremdem Gut und rein sein Ge-wiſſen von Unrecht. In dem größern Reichthum,womit ihn Gott vor andern gesegnet hat, erkennter seine Verpflichtung, denen, die es bedürfen, da-von mitzutheilen als von Gaben, die ihm Gott da-zu anvertraut hat: der Arme muß von seinem Ackerund aus seiner Feld-Hütte nicht leer ausgehen. Ersieht ein unschuldiges dankbares Weib zu seinen Füs-sen: er behütet ihre Unschuld und ihren guten Na-men und bestärkt sie in dem edeln Sinne, den siebis dahin bewiesen. Seinen Gott hält er vor Au-Qth. u.
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