215⸸ⵙzu halten die Einigkeit des Geistes durch das Banddes Friedens und der Liebe!Wie würde, wenn wir Alle es hierauf anlegten,wie würde unser häusliches Glück sich mehren. Einwie viel ruhigeres frohes Leben würden wir dannführen! Wie viele Thränen würden versiegen, wieviele Klagen würden verſtummen! Wären wir mituns selber und mit einander einig, so würde jaunser häusliches Leben selbst einer Harmonie glei-chen, die durch anmuthige und erhebende Töneunser Herz erfreut. Doch, meine Freunde,III. wir wissen es ja, und nur der, der nochnicht viel erfahren oder alle Erfahrungen leichtsinnigin den Wind geschlagen hat, kann es in Abredeſeyn, daß die Harmonie des Lebens auch unter de-nen, die mit sich selbst und mit einander sich verste-hen, häufig genug wider ihren Willen und ohneihre Schuld schmerzlich gestört wird! Wie oft fährtin diese Harmonie des Lebens das harte eiserneSchicksal mit seinen wehethuenden Mislauten hinein!Auch die glücklichste Familie ist nicht sicher, daß ihrhäusliches Glück nicht mancherley Störungen erfah-ren werde. Bald ist es Krankheit, die uns anfällt,und die wir auch durch die sorgfältigste Vorsicht nichtverhüten konnten. Bald ein Verlust, den wir allerangewandten Klugheit ungeachtet erleiden. Bald ei-
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