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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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211#det der andre mit, und Leiden, die jener erträgt,hilft dieser tragen. Bey einer solchen Harmoniemußte alles häusliche Kreutz nicht wenig von seinerdrückenden Pein verliehren und der häusliche Froh-sinn nicht wenig erhöhet werden. Wir sehen des-wegen auch alle Angehörigen dieser Familie und zwarnicht blos die, die Gott vorzüglich mit zeitlichen Gü-tern gesegnet hat, sondern auch die, die in Dürf-tigkeit leben müssen, stets heiter und zufrieden mitihrem Schicksal.Aber in unserm gewöhnlichen Leben ist es leidernur gar zu oft ganz anders! So viele von denen,die in den ersten Tagen ihrer häuslichen Verbindungin vollkommener Harmonie lebten) verlohren schonfrüh die Einigkeit des Geistes. Saget doch, wieViele auch unter uns haben das Band der Liebeschon wieder zerrissen? wie Viele, die sonstmit herzlicher Theilnahme Herz an Herz undHand in Hand die Bahn des Lebens wanderten;gehen jetzt kalt und gleichgültig neben einander her?Saget ihr Unglücklichen, warum habet ihr die Ver-einigung, die euch beglückte und das Leben erleich-terte, aufgehoben? Warum theilet ihr nicht mehreure Sorgen? Warum überleget ihr nicht mehr ge-meinschaftlich eure Geschäfte? Warum nehmet ihrnicht mehr Rath von einander an? Warum trägtein Jeder von euch die volle Last, da ihr euch doch,O2