2105theilt? Wird man hier wohl im Leiden an TrosteMangel leiden, da einer des andern Tröster ist?Wird hier der Hülfsbedürftige wohl verlassen blei-ben, wo man sich mit hülfreicher Hand wohlwollendzur Seite geht? Wird man hier nicht jedes Lebens-glück doppelt genießen, weil man mit seinen Haus-genossen in Liebe verbunden lebt und sich ihrer Theil-nahme versichert halten darf? In der That, dashäusliche Leben bekömmt dann erst, Annehmlichkeit.41.und Würze, wenn die sämtlichen Hausgenossen,Gatte und Gattinn, Eltern und Kinder, Herrschaf-ten und Diener in gutem Vernehmen stehen.37So war es in den Häusern des Boas, derRuth und Naemi. Was der eine wollte, wollteder andre auch. Alles was du mir sagst, sprachBoasRuth zu ihrer Mutter, das will ich thun.ertheilte seinen Dienern seine Befehle, und wenner zu ihnen auf den Acker kam, so fand er sie fröh-lich geschäftig, seine Befehle auszuführen. Sie hel-fen sich unter einander in ihren Geschäften und Be-dürfnissen; der Starke hilft dem Schwachen, durchseine Kraft, der Reiche dem Aermern durch seinVermögen; der Jüngere dem Alten durch seine Mun-terkeit und Stärke; der Aeltere dem Jüngern durchseine Erfahrung; der Herr seinen Dienern, durchRath und Anleitung; die Diener dem Herrn durchihre Arbeit. Freude, die der eine genießt, empfin-.
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