1955seyn und in dem Vorgefühl des Friedens jener Welt,achtet er dieser Zeit Leiden nicht werth der Herrlich-keit, die an uns einstens soll offenbaret werden. Undhiedurch wird seine Seele stille und stark, die Trüb-sal zu ertragen. — Wahrlich Naemi wäre im Unglü-cke nicht so ruhig und stark gewesen, hätte sie nichtstets auf Gottes Wegen gewandelt. Nun aber, dasie mit ihrem Glauben und ihrer Hoffnung einenedlen Lebenswandel verbunden und stets das Bewust-seyn der Unschuld bewahrt hatte, nun konnte sie ru-hig und getrost seyn in den Tagen der Noth. Vonder Zukunft hatte sie nichts zu befürchten; für dieGegenwart erquickte sie der Trost eines guten Ge-wissens; und aus der Vergangenheit erheiterten sie dieErinnerungen guter Thaten! — Naemi's Ruhe undStärke werde jedem Leidenden unter uns! und Nae-mi's Sinn, meine Freunde, werde der Sinn einesJeden, der so ruhig, wie sie, will leiden können!Amen..
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