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Einige Predigten über das Buch Ruth
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193
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9364ligion. Gottes Hülfe fühlt er nahe und spricht:und müßt' ich auch wandern durchs finstre Thal, sofürchte ich doch kein Unglück; denn Du bist ja beymir, dein Stecken und Stab trösten mich. (Ps. 23,f.). Gottes tröstliche Erquickungen machen ihn stark;er betet wie Assaph: dennoch bleib' ich stets an dir,denn du hältst mich an meiner rechten Hand, duleitest mich nach deinem Rath und nimmst mich end-lich zu Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frag'ich nichts nach Himmel und Erde, und wenn mirdann auch Leib und Leben verschmachtete, so bistdoch du, Gott, allezeit meines Herzens Trost undmein Theil! (Ps. 75, 23 26.)IV. Aber freylich, meine Freunde, alle diesetröstlichen Erquickungen, wodurch Gott dem Leiden-den beyzustehen pflegt, alle diese Stärkungen, wel-che der religiöse Glaube gewährt, und alle frühernErfahrungen, wodurch der Mensch vorbereitet undgeübt wird, versagen ihre sonst so wirksame Kraft,wenn nicht auch viertens noch das Bewustseynder Unschuld hinzukömmt.Nichts kann im WohlergehenSo unser Glück erhöhenAls ein unschuld'ges Herz:Das schafft uns innre Freuden!Nichts mildert ſo im LeidenWie dies, durch Trost den größten Schmerz!M. U.