131✋⁰ist stille zu Gott, denn er kennt schon aus frühererErfahrung die Hülfe, die uns in der Noth zu Theilwird; die Kraft, die er in sich fühlt, strengt er anund mit zunehmender Noth fühlt er auch seine Kraft.zunehmen.So gieng es auch zu, daß manche große Män-ner so große Thaten thun, so viele Schwierigkeitenüberwinden, so heftige Verfolgung ertragen, soſchmerzliche Leiden erdulden konnten. In der Schultfrüher Erfahrung hatten sie, gelernt, muthig undſtark ſeyn. Erinnert euch nur an Moſes, David,Paulus, die Jünger Jesu und viele andre wohlbekannte Männer, die große schwere Thaten gethanund harte Leiden erduldet haben: — sind sie: nichtfaſt alle aus dieſer Schule der Erfahrung hervorge-gangen? haben ſie nicht darin erlernt, was tauſendandre bey weit größerer Einſicht und Kenntniß inden Schulen der Gelehrten nicht haben erlernen kön-nen, freudigen Muth, der die Trübsal nicht fürch-tet? Und zeigt sich hier nicht die Erfahrung als diebeſte Lehrmeiſterinn, die uns zum Gleichmuthe, zurSeelenruhe führt und uns stark macht gegen die Wi-derwärtigkeiten?Darum sollten wir doch — dies sey die Lehre,die wir hieraus ziehen — darum sollten wir dochnicht unzufrieden klagen, wenn schon in den frühernJahren unſers Lebens widerwärtige Schickſale uns
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