165⸸krauen haben kann, die Reise durchs Leben zu ma-chen! In solcher Gesellschaft vergißt man leichtmanche Beschwerde und manche Unannehmlichkeit;man fürchtet weniger den Sturm und fühlt wenigerden Druck der Hitze. Wie manche Bequemlichkeitgenießt man im Kreise seiner Hausgenossen, die mansonst entbehren müßte! Wie viel thätiger und freu-diger zur Arbeit wird man dadurch, daß man mitgeliebten Menschen verbunden ist, für die man ar-beitet! Wie viel inniger und herzlicher ist die Freu-de, die ich im Kreise der Meinigen empfinde, alsdie fröhliche Zerstreuung, die mich ausser dem Hauseergötzt! Wie viel leichter erträgt man jede Last,wie viel leichter erduldet man jedes Leid, wenn manvon Menſchen, die man die Seinigen nennen kann,unterstützt wird, als wenn man sich und seinemSchickſale allein überlaſſen iſt! Wie erquickend iſtdie Ruhe nach vollbrachter Arbeit, wenn man sieunter denen genießt, für die und mit denen mangearbeitet hat! Wie erheiternd ist für den Einendie freundliche Theilnahme des Andern! welch einLabſal iſt dem Gatten ꝺer freundliche Blick des Gat-ten, den Eltern das Lächeln und der Frohsinn ihrerKinder! Wenn nun dieser mein Gatte, diese mei-ne Gattin, diese meine Kinder, diese meine Haus-genossen nicht neben mir, nicht mit mir lebten, undich so einsam und allein meine Tage zubrächte?
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