143#zu werden, daß sie sich bey diesem liebreichen Sin-ne Alle wohl befinden, daß er ihr Familienglückund alles Gute in ihrem häuslichen Kreise befördert.In der That, wie muß auch dieses liebreicheWeſen den häuslichen Frohſinn erhoͤhen!Ist nicht wie Sirach (XIV, 30.) sagt, ein gütigesHerz des Leibes Leben? Alles, was den Menschenim häuslichen Leben zu erfreuen pflegt, wird es ihmnicht zu einer doppelten Freude, sobald liebreicheMenschen ihm zur Seite gehen und seine Freudenmit ihm theilen? Er genieße nach des Tages Lastund Hitze, die Ruhe und Kühlung des Abends:wie doppelt erquickend ist sie für ihn, da er sie imKreise seiner liebreichen Familie genießt! Er sey fröh-lich im Cirkel fröhlicher Menschen: wie doppelt fröh-lich ist er, da liebreiche Menschen sich mit ihm er-götzen! Er wandre auf den Feldern, die Gott ge-segnet hat und erheitere sein Gemüth beym Anblickder schönen Natur: wie doppelt heiter muß er wer-den, da liebreiche Freunde an seiner Seite wandern!Er schaue den Aufgang oder den Untergang derSonne, er schaue die Pracht des nächtlichen Ster-nenhimmels und erlabe sich mit innigen Gefühlenund hohen Hoffnungen: welch eine doppelte Erla-bung ist dies für ihn, da die Seinigen, mit denener in innigster Liebe vereinigt lebt, mit ihm genHimmel blicken! er blicke auf seine Kinder, seine
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