119⁵⁵den zu gewöhnen! Daß sie doch keine Art der Un-ordnung und des Unfleißes an ihnen duldeten! daßsie doch in allen Stücken die regelmäßigste Ordnungund die pünctlichste Thätigkeit von ihnen verlangtendaß sie doch jeden Unfleiß und jeden Müßiggang inseinem ersten Ursprunge erstickten, damit er nichtaufkomme und herrschend werde! daß sie doch anihnen nie eine Unordnung und Nachläßigkeit unge-rügt und unverbessert durchgehen ließen, sey es inihren häuslichen Arbeiten oder im Lernen, in ih-rer Kleidung oder in ihren Spielen! daß sie ih-ren Zöglingen doch stets selbst mit musterhafter Thä-tigkeit und Ordnung vorleuchteten! Wie viele Last,Beschwerde und Verdruß würden sie dadurch ihrenKindern und Lehrlingen und allen denen, mit wel-chen sie einstens in Verbindung kommen werden, er-ſparen helfen! Denn es iſt ausgemacht, daß nurder, der regelmäßigen Fleiß beweiset und genaueOrdnung beobachtet, seiner täglichen Arbeit frohwerden und Frohsinn um sich her verbreiten kann.IV. Endlich werden wir aber, wenn wir unse-rer täglichen Arbeiten froh werden wollen, auch nochdafür zu sorgen haben, daß wir unserm Her-zen vor allen den Frohsinn zerstören-den Leidenschaften Ruhe verschaffen,als da besonders sind: Eigennutz, Habsucht, Geitz,
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