5575sieht er über den Spielplatz hinaus, so wird all-mählig die heitre Stirn bewölkt, der helle Geistgetrübt, das fröhliche Herz beunruhigt. Und mitdieser mehr oder weniger bewölkten Stirn, mit die-se mmehr oder weniger getrübten Geiste, mit diesemmehr oder weniger beunruhigtem Herzen wandelnwir dann unter Sorge, Arbeit, Furcht, Hoffnung,Freude und Herzeleid durchs Leben hindurch, bisuns zuletzt der Tod aus demselben hinwegführt.Ja, so ist es mit dem Menschen und seinem Lebenhienieden: das sagen nicht blos Salomo und Si-rach die Weisen, das sagen uns auch eigene Erfah-rungen, die wir täglich zu machen Gelegenheit ha-ben. O sehet doch, wie wir uns im Gedränge desLebens umhertreiben und wie so selten das Herzwahre Befriedigung findet. Wir reihen Wunsch anWunsch, Sorge an Sorge, Mühe an Mühe underreichen nicht leicht den Frieden, wornach wir unssehnen. Wir bieten alles unser Nachdenken und alleunsre Kräfte auf, wenden alle Klugheit und alleArbeit an, um zu einem ruhigen vergnügten Lebenzu gelangen, und selten gelingts. Wir wirken inunsrer Werkstätte im Kreise der Unfrigen; und nichtleicht finden wir Ruhe oder Rast. Wir feyern amTage des Sabbats und der heiligen Andacht; undWenigen kömmt erquickende Ruhe und himmlischerFriede ins Herz. Wir suchen die Oerter der Freu-
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