64Snun der erquickenden Ruhe des kühlen Abends. InRuhe und Stille sitzt nun die müde, doch heitreFamilie beysammen. Keiner ist unter ihnen, dernicht mitgearbeitet, der nicht sein eigenes Tagewerkgewirket hätte. Nun ruhen sie aus von der Arbeitdes Tages; erblicken einer in dem andern einentreuen Mitarbeiter; in freundlicher Eintracht bespre-chen sie sich über die vollendeten Geschäfte und überdie Geschäfte des folgenden Tages; und nun ergö-tzen sie sich durch heiteres Gespräch, durch unschul-diges Spiel und fröhlichen Scherz. Boas, derHerr, schaut mit Wohlgefallen und Freundlichkeitin den fröhlichen Kreis seiner treuen Diener undfreut sich ihrer Erholung und Fröhlichkeit. Sie,die treuen Diener, legen mit Theilnahme und herz-lichem Zutrauen von dem vollbrachten TagewerkeRechenschaft ab und freuen sich ihres guten treflichenHausherrn. Es ist der Gedanke, den Tag nichtunnütz verbracht, nicht in Trägheit verträumt, nichtin Müßiggang oder flatterhaften Zerstreuungen ver-schwendet zu haben, der sie erheitert und ihnen dieRuhe und Erholung des Abends verfüßt! — Oderdenket euch einen Abend in dem Hause der verwitt-weten Naemi. Auch sie hat für heute ausgearbeitet.Ruth, ihre Schwiegertochter, ist zurückgekehrt vomFelde, hat ihre mit kindlicher Sorgfalt gesammeltenAehren vor ihr ausgeschüttet und der traurigen Witt-
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