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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
63
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00man an den Angelegenheiten Anderer so herzlichenAntheil nehmen, wo mit so vieler Innigkeit einan-der beystehen, wo mit so warmem Herzen etwasfür den Andern thun, wo mit so vielem innigemEifer für den Andern etwas aufopfern, als im häus-lichen Kreise, wo sich der Eine in dem Andern le-ben findet. Alles, was wir da Gutes thun, dasthun wir für Menschen, die wir die Unsrigen nen-nen, für Menschen, die uns am Herzen liegen.Alles, was wir da Gutes thun, das gereicht zumBesten der Familie. Die Tugenden, die da derHausherr und seine Diener, die Hausfrau und ihreDienerinn, der Gatte und seine Gattinn üben, be-fördern die Wohlfahrt des Hauses, das Glück derFamilie, die Erziehung der Kinder und die gemein-schaftliche Zufriedenheit. Bey allen unsern Sorgen,Unternehmungen, Planen, Arbeiten und Beschwer-den ermuntert uns da doch stets wenigstens die Aus-sicht, daß, wenn nicht wir, doch unsre Kinder, dieuns noch lieber sind als wir selbst, die Früchte da-von erndten werden. Dazu nehmet die Freudeselbst, womit die geübte Tugend im häuslichen Le-ben belohnt wird. Denket euch nur einen Abend inder Familie des Boas nach vollbrachter Arbeit.Das Tagewerk ist vollendet; des Tages Last undHitze ist getragen; der Schweiß des Angesichts istvon der Stirne abgetrocknet; und Jeder genießt