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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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301
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301Sbrechen fliehen und der Meer und Wind gehorsamsind. Von dieser schweige ich heute, um nur aufdas Jedermann Verständliche und Begreifliche dieAufmerksamkeit zu richten. Ich meyne diejenigeKraft, welche wir einem Menschen beylegen, wenner große und schwere Dinge nicht blos ersinnt, son-bern auch unternimmt und ausführt. Und werkönnte eine solche wohl an ihm unbemerkt lassen,wenn er seinem Thun und Wirken zufieht! War esnicht Geisteskraft, daß er zu einer bis da-hin beyspiellosen Unternehmung Muthhatte? Etwas nicht alltägliches versuchen; Ent-würfe ausführen, welche wir noch nie ausführensahen; Geschäfte unternehmen, welche noch nie un-ternommen würden; wie oft bedenken wir uns zu-vor, ehe wir uns dazu verstehen! wie oft wandeltuns Scheu und Bangigkeit an! wie oft entfällsuns das Vertrauen zu uns selbst. Er aber hatteMuth, wenn es darauf ankam, auf eine ganzeMenſchenwelt bis in ihre ſpäteſten Geſchlechter maͤch-tig zu wirken. War es nicht Geisteskraft, daßer an dem einmal gefaßten Vorsatze be-ständig fest hielt? Da ist gar kein Wanken,gar kein weiteres Besinnen, wie bey andern Men-schen, die bey der Ausführung ihrer Vorsätze nichtfelten einem Rohre gleichen, welches der Wind hinund her bewegt. Sondern er muß seyn in dem,