2615•5das, was an einer Arbeit, bey einem Geschäfte, schönund vortreflich ist, oftmals aufmerksam machen; müs-sen sie anleiten, bey einem Geschäfte nicht eher ganzzufrieden mit sich selbst zu seyn, bis sie es völlig sogut und schön zu Stande gebracht haben, daß esdem hohen Urbilde von Schönheit und Vollkommen-menheit, welches ihrer Seele vorschwebt, ähnlichist: dann werden sie sich an ihre jedesmaligen Arbei-ten freywillig feſſeln, und nicht ruhen noch raſten,wenn noch irgend etwas unvollendetes liegen geblie-ben ist; dann werden sie von ihrem erhöheten undbelebten Schönheitsgefühle angetrieben werden, dasVollkommne zu erstreben und bey diesem Stre-ben unaufhörlich thätig zu seyn. — Vornehmlichaber müssen wir es darauf anlegen, Flatterhaftigkeitund Unstetigkeit im Arbeiten durch unser eigenes Bey-.6 unsern Kindern vonspiel zu verhüten; müssenden frühsten Jahren an durch unsre eigene Arbeit-samkeit zeigen, der Mensch sey zur Arbeit gebohren;müssen, bey allen unsern Geschäften so überlegsam,so ordentlich, so stetig und ausdauernd seyn, als wirwünschen, daß unsre Kinder einst in ihren Geschäftten seyn möchten: denn ohne eigenen Vorgang arbei-tet der Erzieher umsonst, ja selbst die Kraft allerguten Lehren und Gebote vernichten wir durch eigeneUebertretung..
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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261
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