⁶⁰55Er selbst brach einst seinen Jüngern das Brodt, Er,Er selbst reichte ihnen einst den Kelch, — am letztenAbend seines Lebens. Sein Wille ist es, den wirvollziehen, wenn wir sein Abendmahl halten. Hier,wo schon so viele mit feyerlichem Ernste ihre Gedan-ken sammelten, da sey auch unsre Seele ernst! Hier,wo so viele Liebe fühlten, da lasset auch uns lieben,gleichwie Er geliebet hat! Hier, wo so viele ihrHerz für Pflicht und Tugend erwärmten, da werdeauch unser Eifer belebt! Hier, wo so viele sich mitGeist und Herz zum Ewigen erhoben, da lasset auchuns es innigst fühlen, daß wir zu einer höhern Weltgehören! Kommet, lasset uns mit gerührtem Herzenehren, was so viele größere und bessere Menschenstets geehret haben!Nehmt hin und eßt zum ew'gen Leben!Nehmt hin und trinkt zum ew'gen Leben!Der Friede Gottes sey mit euch!Wacht! eure Seele seyBis in den Tod getreu!Amen! Amen!Der Weg ist schmal;Klein ist die ZahlDer Sieger, die der Richter krönt!(Die Communicanten gehen um den Altar, empfangen Bredtund Wein, beydes zugleich, und kehren in ihre Sitze zurück. Wäh-
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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