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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
Seite
117
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11755etwas, was den Menschen überall und zu jeder Zeit,so bald sie ihre Würde erkannten, heilig warvon etwas, was die Menschen zu ihrem höchstenbürgerlichen und sittlichen Glücke erheben, aberauch in das tiefste bürgerliche und sittliche Unheil hin-abstürzen kann, von etwas, was ganze Völ-ker, wie einzelne Menschen ersehnten und erstreb-ten, dessen Besitz und Genuß sie oft beseliget, nochöfterer zu Grunde gerichtet, von etwas, wasseit 200 Jahren Eure Stadt als ein kostbares Kleinodin Ehren hielt, von dem, was heute Euer Losungs-wort ist, und seyn darf und seyn muß! ich rede vonFreyheit und Gleichheit!Hievon rede ich ohne wilden Schwung der Ein-bildungskraft, ohne tumultuarischen Geist, ohne Em-pörungssucht, ohne beabsichtetes Aufregen Eurer Lei-denschaft; sondern ich rede für Euer Nachdenken undlasse mich bey meinem Vortrage leiten durch Grund-sätze der überlegenden Vernunft und des Christenthums,Ihr kennet wohl den Ausspruch des großen Apostels,den ich bey meiner Rede zum Grunde lege. Paulusschreibt:1 Cor. 7, 25. Ihr seyd theuer erkauft; wer-det nicht der Menschen Knechte!d. h. durch den Jesus, dem die Ausführung sei-nes erhabenen Plans so theuer zu stehen kam, seyd