79machen wird. Nicht wahr, ihr Menschenfreunde?nun hat der Mensch, weil er für ein ewiges Lebenund Wirken bestimmt ist, einen doppelten Werth ineuren Augen; nun fühlet ihr euch noch stärker ermun-tert, ihn mit brüderlichen Armen zu umfassen undmit brüderlichem Herzen zu behandeln; nun ist euerHerz gegen ihn doppelt so warm von Wohlwollen undLiebe. Nicht wahr ihr, die ihr mühselig und beladenseyd? nun dünkt euch die Last, die der Herr euch auf-gelegt hat, nicht zu schwer; nun findet ihr das Kreutzdas euch drückt, erträglich: ihr blicket in eine endloseZukunft hinein, wogegen die Zeit dieses Erdenlebens nurfür Einen Augenblick zu rechnen ist; ihr sehet im Glau-ben hinüber in ein besseres Land, in lieblichere Woh-nungen des himmlischen Vaters, wo die Last der Erdenicht mehr drücken und höherer Friede euch erquickenwird. — Gott sey gedankt, der uns den Sieg gege-ben hat durch unsern Herrn I. C.! Dieser hat inseinem Reiche dem Tode die Macht genommen undLeben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht:dem Glauben an das ewige Leben, den er verkündigte,verdanken wir's, daß wir nun noch heller erleuchtet,noch inniger geheiligt, von noch herzlicherer Liebe be-seelt, nach kräftiger beruhigt sind. — Und nun lassetuns noch den dritten Grundsatz, worauf das ReichGottes sich stützen soll, in Erwägung ziehen.
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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79
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