SGeistes und Herzens gehen, bis zu einer vorzüglichen Hö-he entwickelt und ausgebildet worden; daß die Armuthund Dürftigkeit so viele Pflege fand; daß Schulenund Kirchen zur Belehrung und Bildung für Jeder-mann, auch für die Armen im Volke, errichtet wur-den: wem haben wir dieses und so vieles andre mehrzu danken, als dem, der das Reich Gottes zu grün-den sich unterfieng und Grundsätze aufstellte, die sichso weit und breit verbreiten konnten und mußten?Er sah es selbst wohl ein, daß er es nicht erlebenwürde, dieses Reich in seinem vollen Glanze und inseinem ganzen Umfange auf Erden zu erblicken. Erwußte es, daß in einem solchen Reiche ein ewigesWerden, ein ewiges Verschönern, ein ewiges Ver-vollkommnen statt habe, und er wies seine Anhängerüber die Gränzen des Erdenlebens hinüber, hinüberin eine Zeit, wo er den Segenswein des Reichs Got-tes mit ihnen im Lande höherer Vollendung neu trin-ken werde. (Matth. 26, 29.) Müssen wir es nichtgestehen, m. Fr., daß die Plane und Hofnungen un-sers Herrn, so wie das Reich Gottes selbst, bis indie Ewigkeit hineinreichen? Und — was wollen wirzu solchen Gedanken Jesu sagen? Wollen wir siefür Eingebungen einer jugendlichen Schwärmerey hal-ten? wollen wir sie in eine Klasse setzen mit den men-schenfreundlichen Träumen, die uns unser jugendlichesvon Wohlwollen und freudigem Muthe sprudelndes
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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72
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