LABYRINTE26XII. FABEL.Streit der Thiere.Die Vögel stritten mit den Thieren auf der Erde. DieFledermauß urtheilete die Vögel für die schwächesten / undbegab sich deßwegen auff die Seite ihrer Feinde / welche gleich-wohl den Streit noch verlohren. Umb dieser Ursache willenhat sie sich nachgehends nicht wieder zu den Vögeln gesel-len dürffen / fleugt nun bey der Nacht / und scheuet dasLicht.Ieser Brunnen ist als ein grosses Zimmer von eisernemund hältzernem Gitter-werck / mit Ziegenblättern / Ro-sen / und andern Bluhmen geziehret . Er ist nach der Bau-kunstzugerichtet / und endiget oben mit einer runden Offnung / wel-che überall mit einer Lehnung besetzet ist. Der ober-Satz undGewölbe dieses Zimmers ist mit allerley Vögeln angefüllet / dieniederwerts in ein Becken von Brocken der Felsen ihre Was-ser-strahlen außspeyen. Metten auß diesem Becken steiget einFelsen / daran viel vierfüssige Thiere aufsklettern / und Wasserwider die Vögel werffen. Oben auff besagten Zimmer siehetman noch ringsumb andere Thiere / deren noch eine grosse An-zahl in den vier halbrunden Schalen sind / die einen solchen U-berfluß des Wassers außwerffen / daß es ein natürlicher Kriegscheinet. Was aber in der Verwunderung alles übertrifft / istdie unzehlbahre Menge der Thiere / die allesampt ihre verschie-dene Wirckungen thun. Sie scheinen sämptlich sehr erbittertund zum Streit angefrischet. Beym Eingange dieses Zimmerswerffen zween Affen / deren jeder sehr ahrtig auf einer Ziegesitzet / durch ein vergüldetes Horn Wasser auß.XII. FA-
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