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vom 150. Juni 1SGG, betreffend den Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Düssel-dorf über Ratingen, Kettwig, Werden im Ruhrthal aufwärts über Schwerte, Arns-berg, Meschedo nach Bestwig, Warburg und Cassel, sowie von Kettwig nach Mülheima. d. Ruhr, nebst den erforderlichen Zweig- und Anschlussbahnen.
Zu einer Anlage von so eminenter Bedeutung, deren Kosten vorläufig auf18,000,000 Thlr. festgesetzt waren, gab die drohende Concurrenz einer directenKöln-Oasseler Linie und die Erkenntniss Anregung, dass eine bessere Gestaltungder durch die mannigfachen kurzen Zweiglinien vergleichsweise SU hoch auflaufendenBetriebs-Ausgaben von der Verlängerung der Bahn in denjenigen Richtungen zuerwarten sei, die eine stärkere Betheiligung an dem durchgehenden Verkehre nebendein möglichst vollkommenen Aufschluss des eigenen Gebiete« in Aussicht stellen.
Die Concession zum Bau der Ruhrthal-Bahnen erfolgte unter'm 1. October 1SGG.
Der Bau der oberen Ruhrthal-Bahn von Schwerte bis Warburg wurde imJahre 1872 beendigt, und so die directe Verbindung mit der Hessischen Nordbahnhergestellt; nachdem Theilstreckon und zwar: von Schwerte bis Arnsberg * am1. Juli 1870, Arnsberg-Meschede am IS. Dccembcr 1871, Meschede-Bestwig-Nuttlar am 1. Juli 1872 dem Betriebe übergeben waren, wurde die Schluss-strccko bis Warburg am G. Januar 187:5 eröffnet. Die im Spätherbst 1870 inAngriff genommene Zweigbahn Fröndenberg-Menden wurde am 7. August 1872dem Verkehre übergeben.
Inmittelst war durch den Vertrag vom 7. und 10. März 18G8 die HessischeNordbahn für die Gesellschaft derart erworben, dass von letzterer zunächst die Ver-waltung der Nordbahn für eigene Rechnung übernommen wurde, während dasEigonthum nach erfolgter Tilgung der Hessischen Anleihen übergehen wird.
Mit der Vollendung der erwähnten Schlussstrecke bis Warburg erlangte dieBergisch-Märkische Bahn ihre grösste Längen-Ausdehnung von Meilen zwischenihrem westlichen Ausgangspunkte au der Belgischen Grenze bis zur ThüringischenStation Gerstungen, im Herzen von Mitteldeutschland.