Druckschrift 
Das bergisch-märkische Eisenbahn-Unternehmen in seiner Entwickelung während der ersten 25 Jahre des Betriebes
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

19

zum Besehluss erhoben, und nnter'm »i. Juli 1858 die Concessions- und Bestätigungs-Urkunde ertlieilt.

Da der Bau der Bahn keine grosseren Schwierigkeiten bot, so keimte siebereits 2 Jahre nach der (Joncossions-Krtheilung am it. Juli 1855 in ihrer ganzenLange von 7,\-n Ml. dem Verkehre übergeben werden.

Auch das Jahr IS");') blieb, wie, bereits oben erwähnt, den finanziellen Ver-baltnissen der Bergisch-M&rkischeo Bahn günstig, indem nach Tilgung aller Kapital-schulden am Schlüsse des Jahres einschliesslich der noch vorhandenen Prioritäts-Obligationen II. Serie ein Vermögensbestand von 806,7j88 Thlr. excl. des Boscrve-und Oonrsgewinnfonds vorhanden war. Für die Dortuinnd-Soester Eisenbahn erfolgtevorläufig nur die Unterbringung des Stamm-Actien-Kapitals von einer halben MillionThaler und wurde die Begebung des vierprozentigen Obligation»-Kapitals von1,850,000 Thlr. hinausgeschoben und erst in den Jahren 18")4 und 1855 zueinem Durchschnittscours von 88 5 /'/< bewirkt.

Die Eröffnung der Dortmund-Soester Strecke im Jahre 1865 verbesserte dieVerkehrs-Verhältnisse der Stammbahn bedeutend und liess die Hoffnung, dass dieBergisch-Märkische Bahn sich zum Gliede einer selbstständigen Verbindungslinieentwickeln werde, in Erfüllung gehen. Um dieser Aufgabe zu entsprechen, wurdemit den Verwaltungen der Thüringischen Bahn, der Kurfürst Friedrich-WilhelmsNordbahn, der Westfiliischen Bahn einerseits, und der Düsseldorf-Elberfehler undder Aachen-Düsseklorf-Buhrorter Bahn andererseits ein directer Verkehr zwischenLeipzig und Aachen unter dem NamenRheinisch-Thüringischer Verband"' ver-einbart. Hierdurch erreichte der Durchgangs-Verkehr sowohl in Frequenz als auchim Ertrag eine bis dahin nicht gekannte Höhe, wenngleich die Sonderinteressenund hohen Tarifsätze der Düsseldorf-Elberfolder Bahn sowohl im Verbands- wie indem Local-Verkehre der Bergisch-Markischen Bahn ausserordentlich störend ein-wirkten und die Verständigung unter den zahlreichen Betheiligten über die Mitteleiner lebhaften Verkehrs-Entfaltung sehr erschwerten.