Druckschrift 
Das bergisch-märkische Eisenbahn-Unternehmen in seiner Entwickelung während der ersten 25 Jahre des Betriebes
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

13

Bevollmächtigter der Eisenbahn-Gesellschaft fungirte. In letzterer Eigenschaft fun-girte für den im Regiernngs-Bezirk Düsseldorf belegenen Theil der Bahn der In-genieur de Lassaulx aus Bonn. Zum Special-Director wurde im Juli 1845 derLandgerichts-Assessor Riotte ernannt und vom Ministerium bestätigt. Präsidentdes Verwaltungsrathes war wahrend der ganzen Bauperiode der damalige Commer-zienrath und spätere Staats-Minister Aug. von der Heydt.

im Herbste des Jahres 1847 waren die Bauarbeiten so weit gediehen, dass am9. October die Strecke Elberfeld-Schwelm dem Personen-Verkehr übergeben werdenkonnte; wegen der zu überwindenden Bau-Schwierigkeiten auf der Strecke zwischenSchwelm und Witten konnte die ganze Strecke Elberfeld-Dortmund erst am20. Dezember 1848 für den Güter-Verkehr eröffnet werden, während die Verkehrs-Eröffnung für den Personen-Transport auf der ganzen Strecke erst am 9. März1849 erfolgte.

Die Ergebnisse des Betriebes während des vollendeten fünfuiulzwanzigjährigeiiZeitraumes, der die kleine Strecko zu einem grossen System von Eisenbahnen sichentwickeln sah, sind in den angefügten statistischen Tabellen dargestellt.

Bereits im Frühjahr 1848 hatte sich die Unzulänglichkeit des Anlage-Kapitals herausgestellt, und ergaben die vorgenommenen Berechnungen, dass zumvollständigen Ausbau der Bahn eine Anloihe von 000,000 Tblr. in der Form vonPrioritäten unbedingt erforderlich sei. Unter den Wirren der damaligen Zeit undbei den gedrückten Verhältnissen des Geldmarktes war jedoch eine solche Finanz-Operation ohne enorme Cours-Verluste nicht durchführbar. Es gelang jedoch denBemühungen der Direction, dem augenblicklichen Mangel durch ein bei dem Staatenegoeiirtes Darlehen von 400,000 Tblr. gegen Verpfandung eines Theiles der zuverausgabenden Prioritäten abzuhelfen. Nach den am 20. September 1849abgeschlossenen Kostenübersichten und Berechnungen ergab sich indessen, dass zurvollständigen Herstellung der Bahn für ein Geleise noch ein Betrag von 1,272,172 Tblr.erforderlich war.