IMPOTENZZAUBER, GLÜCKSTALISMAN, WETTERZAUBER 25
gstätelen 1 ), so kehlen hat, und dasselb in ainen ameshauffen thain und alspaldenhinweckhlauffen, den 9 tag soll er allßdann widerumben darzue geen, volgenndtwerden die ambesen den labfrosch verzert haben, biß an ain paindl, unnd ander ain Seiten sey es wie ain haggele, ann der annder Seiten aber wie ain gabeleunnd die er lieb haben will, soll mann mit den plossen haggelen an der ploßenhaut anrieren, die er aber nit haben will, soll mann auch mit den gabelen an derploßen haut hinweckh schieben . . .
Im obgeherten piechl sey auch dise khunßt begriffen, das wann ainer ain nadl,mit welcher man ainen todten mentschen einzubinden gebraucht hat, in ainemstoz 2 ), albo ain menntsch (re.) prunzt, hinein thuet, so mag allßdann ain solchermentsch die Unzucht mit niemandt mer treiben. Wie er dann ainer peyrin diePargerin auf örschwanng lanndtgericht Michaelspurg, dem ehemann (so zurselbigen zeit beim Rainer daselbs zu örscherwanng gehaust, aber seither ver-storben) gepuelt hat, vor dem langen gelt jarn s ) ain solche khunßt alls ain der-gleichen nadl iren ehemann in (re.) prunzstoz 2 ) zu legen, gelerneth habe, obs syaber solches in werkh gestelt, wisse er nit.
Mer so ist auch in solchen piechl ain solche khunßt einkhomben, das wannainer die (re.) schamb von ainer mannßpcrsohn, so an galgen hengt, haimblichheraus schneit und selbige ain wirth oder andern persohnn in ain wein henngenthuet, so miessen allßdann die gast bei einen solchen wirth einkheren und zechenunnd khünen ungezechter nit fürgeen, unnd Wie mer sy drinckhen, wie pesser inender wein schmeckht . . . Allß das khalte schneewetter anno 1639 (daselbs ain langefastnacht gewesen) in der darauf gevolgten martterwochen den wein unnd das obsfast zum thaill zerfrert unnd verderbt, sey er Lauterfrösser damalls in selbiger marter-wochen am weichenpfinßtag*) in Pennß gewest, da hab er die stuckh, so er damalszur hanndt bracht, alß erstens ain todtennadl weiberhaar, item khörkhott 5 ) unndsolche Schiffern, die von ain daimderstraich 6 ) herkhomben, zugleich solche Schiffernvon ainer gloggen, albo der klachl anschlagt, volgendt dise 5 stuckh hab er genomenunnd in den pach genannt die Talffer am gemelten weichenpfinztag*) (daselbs esauch tanndert unnd geregnet) umb mittagzeit dergestalt unnd diser Ursachen willenhineingeworffen, daß sein inntennt unnd mainung gewöst ist, daß ain grobs weter,welches den wein verderbt, khomben solle, des auch beschehen, unnd sey denvolgennden tag darauf, als am heilligen carfreytag, winth unnd schnee umbein-annder ganngen, daß allßdann die Weinreben und das obs gfroren worden ist . . .
Wenn er hat wollen ain wint machen, hab er ain rerl, so er noch hat, unnd aintodtennadl, auch ain aterzungen 7 ) genomen und solche stuckh ins rerl gethon.volgendt darnach disse wort gesprochen, khumb, khumb osterwindt, der gegentaurn 8 ) ist. Darauf es alßpalden wintig worden . . .
Item als er Lauterfrösser in lannges ao. 1642 oder 43 (doch wiß er das aigent-liche jar nit) in Lisen gegen Pach hineinganngen, sey er damalls zu ainen khalch-
*) Schachtel.2 ) Gefäß.
') Das ist vor 1619 (vgl. Luschin-Ebengreuth, Das lange Geld oder die Kipperzeit inSteiermark; derselbe, Allgemeine Münzkunde und Geldgeschichte, S. 233).
4 ) Gründonnerstag.
5 ) Stubenkehricht.
•) ? vielleicht Daunderstrcich = Blitzschlag, also Späne von einem blitzgetroffenen Baum.') Natterzunge.
8 ) Tauern = Berg. Hier also der gegen den Berg von Osten („Oster" hat mit dem Oster-fest nichts zu tun) gerichtete Wind.