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Arabische Berichte von Gesandten an germanische Fürstenhöfe aus dem 9. und 10. Jahrhundert : ins Dt. übertragen u. m. Fussnoten versehen von Georg Jacob
Entstehung
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BELEGE UND NACHTRÄGE.

S. i/a. Professor Menzel erwähnt Islam 16. Band S. 43 Zeki Validi als Entdecker de»Meschheder Ibn Fadian.

S. 6. Widukind sagt 2, 36 von Otto I: practerea Romana lingua Sclavanicaqueloqui seit.

S. 11. Fußnote 7. Westberg hat, wie ich bemerke, seine Konjektur von S. 14 auf S. 158selbst zurückgenommen.

S. 12. Zu dieser Schilderung des slawischen Burgenbaus bemerkt Grewingk in den Sitzungs-berichten der gelehrten estnischen Gesellschaft zu Dorpat 1881, Dorpat 1882, S. 152:Diese Be-schreibung ist von besonderer Wichtigkeit, weil sie den Schlüssel zur Erkenntnis und richtigenAltersbestimmung zahlreicher im früheren und jetzigen westslawischen Gebiet angetroffenerReste entsprechender Befestigungswerke liefert, die bisher nur zu oft ins Steinalter gestellt oderden Schweizer Pfahlbauten angeschlossen resp. parallelisiert wurden."

S. 15. Gleichzeitige, bulgarische Trachtcnbilder sind mir nicht bekannt. Die glasierteTonplatte aus dem 10. Jahrhundert, das Brustbild eines Heiligen darstellend, welches Filow(Die altbulgarische Kunst, Bern 1919) Tafel 49 abbildet, zeigt zu wenig von der Tracht; da-gegen ist die eng anliegende Kleidung nach byzantinischem Muster mit besetztem Gürtel aufTafel 50 (13. Jahrh.) noch erkennbar. Fußnote 4. Die Verstümmelung zu Basüs erklärt sichdaraus, daß den Arabern diese Namensform aus ihrer Heldensage geläufig war. Basilios sandtenach Marquardts Streifzügen S. 207 im Jahre 877 Missionare an die Südserben. P. Diels, DieSlawen, S. 91 spricht von den Missionsversuchen dieses Kaisers um 879.

S. 16, Z. 7. Seippel, der leider mehrfach Konjekturen ohne weiteres in den Text setzt, liesta. a. 0., S. 83, at-Tudischkin, wobei er wohl an Tedesco dachte. Fußnote 4. Nach demAnonymus von Almeria (Codera-Fcstschrift S. 622) gelten 10 Farasangen als eine Tagereise.S. 17. Über die Duleben s. Marquart, Osteuropäische und ostasiatischc Streifzüge,Leipzig 1903 (Index), Platonow, Geschichte Rußlands, Leipzig 1927, S. 36, 95, sowie die daselbstbeigegebene Karte II Die russischen Slawen und ihre Nachbarn im 9.10. Jahrhundert. DieLesung Marawa beruht auf de Goeje's Ausgabe von Mas'üdi's Kitäb et-tenbih (Bibliothecageographorum Arabicorum VIII), S. 67.

S. 20. Fußnote 6. Es scheint mir doch, daß der verstorbene Königsberger Historiker Fr. Rühldas Richtige gesehen hat. Dieser verweist in den Sitzungsberichten der gelehrten estnischen Ge-sellschaft zu Dorpat 1882, Dorpat 1883, S. 139 auf den von ihm herausgegebenen Auszug desJunianus Justinus aus Pompejus Trogus, der im Mittelalter viel gelesen wurde, als die vermutlicheQuelle für Otto den Großen betreffs der Amazonenstadt, vgl. namentlich daselbst II 4, 10, 11:Si quis mares nascerentur, interficiebant. Virgines in eundem ipsis morem, non otio neque lani-ficio, sed armis, equis, venationibus exercebant."

S. 21. Vorbemerkung. Die altarabischen Wörterbücher ordnen die Stämme zunächstnach dem Schlußbuchstaben an und springen dann auf den Anfangsbuchstaben über.

In ähnlicher Weise wie hier wird auch der gerichtliche Zweikampf der Waräger bei denarabischen Geographen geschildert; vgl. Ibn Rosteh ed. de Goeje: Bibliotheca geographorumArabicorum VII S. 146; Seippel, Achbär umam al-Madschüs S. 52, 90.

S. 27. Fußnote 4. Aus 'Udhri stammt auch noch der Artikel Cypern bei Qazwini II S. 160.S. 38. Fußnote 5. Haric (auch Horich genannt) scheint auch nach allem, was wir sonst vonihm wissen, im ganzen friedfertig und dem Wikingerwesen abgeneigt gewesen zu sein; vgl. über ihnAnnales Bertiniani ed. Waitz: Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum ex MonumentisGermaniae historicis recusi, Hannover 1883, S. 12, 16, 22, 23, 32, 33, 38, 45; Walther Vogel, DieNormannen und das Fränkische Reich, Heidelberg 1906, S. 28 Fußnote 2, 101, 113, 115, 128, 131.