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Arabische Berichte von Gesandten an germanische Fürstenhöfe aus dem 9. und 10. Jahrhundert : ins Dt. übertragen u. m. Fussnoten versehen von Georg Jacob
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42 IBN DIHJA

scherzhaften Unterhaltung? Sind es nicht aufgereihte Perlen? Tut man unsnicht Unrecht und schädigt uns?

Aber kehren wir zu dem Bericht über al-Gazäl zurück. Als er der Nüd seinGedicht vorgetragen und der Dolmetscher es übersetzt hatte, lachte sie darüberund befahl ihm, ein Haarfärbemittel anzuwenden. Al-Gazäl tat es und erschienam zweiten Tage wieder vor ihr mit gefärbten Haaren. Da lobte sie sein Färbe-mittel und fand es schön an ihm, und al-Gazäl sagt hierauf:

Sie machte mir am Morgen Komplimente bezüglich der Schwärze meines Haar-färbemittels,

Es sei, als ob dieses mir die Jugend wiedergegeben habe 1 ).

Doch nach meiner Auffassung ist das Greisenhaar und das Haarfärbemittel

für den, der schildert,

Nur gleich einer Sonne, die durch Nebel verhüllt ist.

Sie verbirgt sich ein wenig, dann enthüllt sie der Ostwind,

Und das, womit sie verhüllt wurde, beginnt zu weichen.

Nimm keinen Anstoß, Dame, an dem Schimmer des Grauhaarigen, denn

Er ist die Blüte von Verstand und Geist.

(S. 20) So ist denn bei mir, was du liebst, nämlich

Jugendlust, elegante Umgangsformen und Bildung."

Darauf schied al-Gazäl von ihnen, und es begleiteten ihn die Gesandten (desKönigs) nach Sankt Jakob mit einem Brief des Normannenkönigs an ihren Herrn(den Herrn von Sankt Jakob). Bei ihm verweilte er hochgeehrt zwei Monate,bis ihre Pilgerfahrt beendet war. Dann reiste er nach Kastilien mit den dorthinZurückkehrenden und begab sich von da nach Toledo, bis er in der Residenz desSultans 'Abdurrahmän nach einer Abwesenheit von 20 Monaten anlangte.

*) Das Versmaß des Originals ist Kamil:

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