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Prudel, ohne Schaden getruncken haben. Dock will ichsolches eben niemand rathen, sondern halte davor , daßSchwangere auch mit den Selter Brunnen keine langwie-rige Euren anstellen/ oder denselben auf einmahl in grosserMenge zu sich nehmen dürffen/ wohl aber denselben, wenndem Blutzuvor durch Aderlässen Luffc gemachet und derLeib offen, bey der Mablzeit statt des Bieres mit Wein,auch bißwcilen ausser dem em Bier Glaß davon, des Mor-gens oder Abends, trincken. Desto sicherer aber und nütz- «»d Samlicher ist er bey den Säugenden zu gebrauchen, und könnendieselben/ wenn die Milch dick, unrein, nicht allzu gesund undsie zum Seorbutgeneigt, täglich davon ein halb Maaß trin-cken da er denn verursachet, daß den Kindern die Milch über-aus wohl bekommt, im Magen nicht gerinnet, scharffundcorrosivisch wird. mithin die Gedärme nicht angreiffet unddie daher entstehende Durchlauff, Reissen und böse Nothverhindert werden.
§. 19.
Unter die schwachen Personen sind auch billig vor^chvorandern zu zählen die Alten, denen gleichfaUS das Sel-Me >n,on-ter-Waffer überaus dienlich. Denn weil die meistenBeschwerungen derer alten und betagten Leute von vie-ler Säure im Magen und schärften saltzigm , tartari-schen Unreinigkeit des Geblüts ui-d der Saffte entste-hen, dergleichen nahmentlich sind, der Scharbock, die tru-ckene Krätze, das Jucken in der Haut, Nieren- und Bla-sen-Stein, brennender SchmertzbeymUnn lassen, Rücken-und Hüfftweh, Gltederschniertz und andere mehr, so ist dieWürckung dieses Brunnens dabey Dr erwünscht wci! der-selbe die Saure niederschlagt, die Schürfte dampftet, dieSaffte aussüsset und die Unremtakttten gantz gelinde ab-führet- ES können daher denselben, wenn er m lpecie mitEsels Milch vermischt wuo, alre Leute sowohl zur Prät^r-
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