schlechtem wird es wie ein Wunder sein, daß unser Deutschland das /vermocht hat .. seit einem Vierteljahrhundert ist der Bund da und heutegefaßter und geschlossener als in der Zeit seiner Anfänge — ein Ehren-Wal unserer Zeit" (v. d. Leyen).
So, in verwirrendem Reichtum, lautete das Lob von links nach rechtsü nd nicht etwa nur der Tagesschreiber sondern der ernsten ForscherUnserer Hochschulen. Doch wenn man von oben nach unten liest — ess »nd andre doch manchmal die gleichen Stimmen — so lautet das Urteil:der Kreis, der ehemals Gebot der Stunde war, hat sich heute überlebt,R ur der zum Größenwahn gesteigerte Machtwille des Meisters hält dieNachbeter und Nachplapperer noch zusammen. Anderes ist deutlicher:Diese Schemen Fratzen Puppen Dummköpfe und Unbegabte, diesePfefferkuchenmänner und Hohlspiegelbilder Georgeschen Wesens sind diegrößten Feinde Georges und wenn ihnen geistiger Gehalt und stilistische^Ucht nicht abzusprechen ist, so verkehren sie durch den Kult Georgesd 'e Zucht zur Inzucht, die Verehrung zur Abgötterei. Diese kaltfanatische*ekte der Unduldsamen und Überheblichen hat George selbst zum Geor-gianer gemacht: wie DER STERN DES BUNDES bewiese. Erst wenn die»Blätter für die Kunst" in alle Winde zerstreut und die Namen allerJünger verschollen seien, würde sein Werk wieder schöner klingen und*• wahre Ansicht des Meisters vernommen werden. Denn sie selbst —d 'e der beste Kenner aller Dichtung, der große Durchschauer menschlichenWesens sich zum Geleit erwählte — waren für unsere Kritiker natürlichln der Dichtkunst nur begabte Dilettanten, und eben darum war die Wir-* Un g Georges auf die deutsche Dichtung nur gering: sie war im wesent-lic hen auf dem Gebiete der Geisteswissenschaft zu suchen.
Aber die Wissenschaft selbst verwahrte sich schon gegen den Einbruchv °n Mythologie und Gnostik, Irrationalismus und Okkultismus, Trun-kenheit und Tanz in ihren umhegten Bereich. Sie gab vom hauptstädti-schen Zentrum die Parole aus zur Rückkehr zu Vernunft und Wahrheit,Kritik und Sachlichkeit, zur Fahrt auf immer höhere und reichere Felderdes Erkennens, und platonisch tönend klang die Stimme eines getreuen
lte n: „wie dann die hochbeladenen Erntewagen der Geisteswissenschaft,Jkren Inhaltsfülle wir heute kaum ahnen, ein gut abgestimmtes ein-^JÜges Gespann ohne Peitsche und Geschrei, Sprünge und Rauschmittclumführen wird: die bedachtsame Philosophie als wuchtiges SattelpferdUn d der lebendige Geschichtssinn als bewegliches Handpferd". (Burdachl 925.)
Wir schließen hier wie im ersten Kapitel des dritten Buches mit demat yr»piel. Wenn heute die Kathederliteraten herausfinden, daß George,
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