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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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schönen Wendungen doch über das von Hofmannsthal Erreichte nirgendshinausgehen, zur Aufnahme in den Blättern zu weichlich schienen, sogestehen wir, daß dessen Religiosität uns eher Abscheu erweckt hat.Dieses haltlose Sichwegwerfen hielten wir nur für schädlich zur Bildungeines höheren Lebens und wir waren nie erschüttert von den Erschütte-rungen dieser durchaus slawisch gerichteten Seele.

Weit ab von all dem äußerte der Dichter sich so: Wenn ich morgen ineinem Betsaal am Nollendorfplatz das Bild einer peruanischen Regen"göttin aufstellte, kämen sie alle gelaufen.

Zur Geschichte jedes Gottgesandten gehören die Schatten seiner Wide*"weit, die Gegner mit dem Rest eigner Welt, die Widerstrebenden a uSNot, die Abtrünnigen aus Schwäche und endlich die Philister, die ewig eTragikomödie der Hohlen und Leeren, Aufgeblasenen und Lügnerischen:derer die besser wissen, sich besser dünken und lobend oder schmälendeinen Ausweg finden, sich dem Größten ihrer Zeit zu entziehen. W' rhaben sie im Fortgang unserer Geschichte verfolgt, wie ihre Frechheitund ihr Übermut sich allmählich duckten, wir fassen sie noch einma 1zusammen in ihrer Selbstgefälligkeit, ihrer ohnmächtigen Bosheit undihrem fast krankhaften Bemühen zu leugnen, was sie zugleich bekennenmüssen, sich an dem vorbeizudrücken an dem man schlechterdings nicnmehr vorbeikommen kann. Freilich wenn es gilt eine Ausflucht zu finden>werden die Dümmsten geradezu genial und das Schaukeln zwischen h> eund dort wird zur höchsten Technik ausgebildet.

Da ist zunächst die Gruppe derer, die das Recht ihres Urteils dara ugründen, daß sie zum Glück keine blinden Jünger sind, die den Dichtean den Maßstäben neuen Sehens messen, welche sie eben erst von ihn 1empfingen, und den Weg, den er gebrochen hat, nicht gehen, um selt> sund unmittelbar das Verhältnis zu Gott im eignen Innern zu erfahren-Da sind die Werkpropheten, die an jedem Punkte des Meisters seinBahn überschauten und wußten, daß sein Höhepunkt schon überschritten'seine Kraft erschöpft und ein neues Werk von ihm nicht mehr zu et 'warten sei. Er war der Prophet, aber nicht der Messias, er war '

Herold aber nicht der Erfüllte, auf seine schwachen und zagen Schulterhatte Jahwe nur die Weltschicksale gewuchtet, um das neue Land u nden neuen Raum zu bereiten, in den die Jüngeren getreten warenwir verschweigen die Namen dieser Überklugen, die heute schon "Vergessen gnädig verhüllt. Von der Gegenwart seines gewaltigen Bildn etums und ehernen Willens flüchteten sie zum kommenden Heiland oQdem unscheinbaren Mittler, der sich noch unbekannt in der Menge vefbirgt. Für andere wieder überschattete der große Wegbereiter und P508