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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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andere Zweifler plötzlich ungefährlich erschienen und ein mildes Urteilerhielten.

Doch auch diese Anklage war noch nicht verdammend genug. Einanderer der klugen Väter wendet vergiftete Pfeilchen an: er sagt inöffentlicher Rede, daß George und seine Jüngerheimlich-unheimlichzusammensitzen und Gott weiß welche dunklen Praktiken treiben. Hierverläßt den klugen Pater die Klugheit, indem er nicht bemerkt, daß OB*diesen Verdächtigungen er Steine und Schmutz in seinen eignen Gartenwirft: die geschloßnen Erziehinstitute der Orden. Schlimmer noch: esgehörte die Unsachlichkeit eines deutschen Schweizerisch-Freiburger Do-minikaner-Professors dazu, um aus der gemutmaßten Mischung von kel-tisch-wallonischem Erbe und rheinisch-deutschem Erwerb in der NaturGeorges zu erklären, wie sich Ewiges und Gewöhnliches, Reines und Maß-loses, weißes und schwarzes Licht in ihm mischen, wie böse Gelüste undkindliche Frommheit, die Gnade zu dienen und der Dämon der Gewaltin wechselnden Wirbeln durch sein Werk brausen und schwelen. So kanndann freilich der Professor die Ausgeburt der Verzweiflung, ALGABAL,im SIEBENTEN RING als Gott ins Leben der Gegenwart treten und dieRitensprache der römischen Kirche zu seiner Feier in frevelhaftem Wage-mut preisgestellt werden lassen: gottlose Tat einer gottlosen Zeit! Undder Grund all dieses Hasses? Dieser Dichter wäre berufen gewesen, Wdie Landschaft zwischen Beuron und Maria Laach die erlösende Frag ezu tun: da er sie nicht tat so war ein Beruf, eine Stunde, eine Not vertan.Und tiefer noch ist der Schmerz: denn dieser führte herauf was zutiefsversunken schien:Die antik-heidnische Schicht des Rheintals konnte f urewig verschüttet gelten. Siehe, da tritt aus urverschollenen Zeiten wieo erder Civis Romanus der letzten Heidenzeit ans Licht, der in seiner un-geheueren Bedingungslosigkeit straflos seinen jungen Freund zum G°und sein Pferd zum Konsul zu machen vermag, der Cäsar und Pontife*'jeder für sich und beides in einem sein kann. Unheimlich deutschfremd'so deutsch sie geworden ist, tritt diese Gestalt in Erscheinung. Gro'artige Erneuerung des antiken Heidentums und der morgenländischeMysteriensucht. Eine Magie des Wortes, in der die druidische Kunst unKraft zu beschwören und zu verfluchen wieder aufgestört ist. Ein Den»Vorgang von eisiger Schärfe, beginnend mit der Entdeckung eines däm°nischen Sprachvermögens, von Stufe zu Stufe sich in Machthunger vewandelnd und in einem Frevel ohnegleichen gipfelnd". Der Eiferer glaub idaß wir den Weltkrieg verloren haben, weil die Deutschen ihren Schicsalsgang gegen Osten und Westen antraten mit dem zwiefachen Urg e »des Ostens und Westens, Nietzsches und Georges im Leibe. Wir woU«

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