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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Dieser Widerspruch in der Stellung der Zeitgenossen zu Georges Er-scheinung, die Anerkennung seiner großen Macht in der Gegenwart unddas Bewußtsein seiner nicht minder großen Ferne und Fremdheit zur Ge-genwart, spiegelte sich in den zahllosen Äußerungen zum sechzigsten Ge-burtstag des Dichters wider, die im ganzen deutschen Sprachgebiet er-schienen. Ob sie einen feierlichen Dank an die Welt tönten, die das Wun-der eines solchen Menschentraumes blühen und gedeihen ließ (Berl. Tag->10. 7. 28), oder fast erschreckt von dem Gezeichneten sprachen, dem Selbst-überwindung und stündliche Opfer die Erdenmale der tragischen Helden-schönheit aufgeprägt habe (Prager Presse, 12. 7. 28), ob sie unbedingt odereinschränkend huldigten: immer blieb ihnen ein Rest des Unbefugten, dasie nicht von einem Manne ihrer Welt sprachen, da ihre Äußerungen wohlaus überwundenen aber nicht gewandelten Herzen kamen und sie nichtszu vergeben hatten, was ihn ehren konnte.

Wenn wir nach den besonderen Beweggründen suchen, aus denen Ge-orge das vielfältige Lob zu seinem Tage entgegengebracht wurde, so zei-gen sich uns verschiedene Gruppen und Betrachtungsweisen. Es war nureine kleine Schar, die sich nicht nur gelegentlich an Gedächtnistagen son-dern ernst und stetig um die gesammelte Kraft der Dichtung mühte, da-mit die lebendige Erschütterung, die ihre Seelen erfahren hatten, sich nichtin den Tagesgeschäften verflache und verzehre. Die durch die Umwälzungaus der Macht geworfenen Schichten waren jetzt endlich zur Schätzungder geistigen Kräfte unseres Volkes gedrängt worden, die sie solange ver-nachlässigt hatten. Die Zeit war vorbei, wo sie mit Bismarck eine Broschüreüber Kornzölle für wichtiger als ein Kunstwerk, und Dichter und Gelehrtefürunproduktiv" im staatlichen Sinne halten konnten: sie suchten nundort Hilfe, wo sie früher nur müßiges Spiel gesehen hatten, aber bliebenauch jetzt für die staatliche Sendung Georges blicklos. Die Vertreter d&sogenanntenIntelligenz" dagegen zählten George und die Seinen mtsauersüßen Mienen und stets wechselnder Stellung zur Sphäre europäischerGeistigkeit, obwohl ihnen die Anschauung der Blätter von Mensch un<*Staat im Tiefsten entgegengesetzt und unverhüllt feindlich war. Sie so-wohl wie jene schwiegen daher gerade von dem Rufer zu deutscher Selbs -besinnung und dem Sänger deutscher Verheißung: dem staatlichen DichteGeorge. Schärfer als bei diesen läßt sich die Stellung der christlichen ununchristlichen Gruppen zum Sichtbarwerden des geistigen MachtraumGeorges umreißen: der gläubigen Protestanten und Katholiken auf ° eeinen, der ungläubigen Sozialisten und Kommunisten auf der anderen Sei

Was die letzteren angeht so war die Zeit längst vorüber, wo die ..*zialistischen Monatshefte" nochDialogmöglichkeiten" mit dem Kreis d c

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