Einzelzelle in die sinnlose Welt zu prägen. Aber da sein Selbst formlos undohne bannende Kraft zur Herrschaft über das Draußen war, so blieb ihm°ur die Darstellung seiner Willens-Ohnmacht in Zertrümmerung, AusbruchKrampf und Schrei: um nur etwas zu tun, glaubte er stets das Äußerstetun, das Chaos umfassen und ballen zu müssen und umfaßte und ballte:d as Nichts.
Vor allem auf dem einflächigen Linien- und Farbengrund der Malereiy nd dem unkörperlichen Tongrund der Musik konnten sich diese Zer-kgungen und Zersetzungen am leichtesten austoben und immer noch denAnschein einer völligen Sinnwidrigkeit, wenn auch nicht den einervölligen Wurzellosigkeit und Willkür vermeiden, da auch der tollste^arbenreiz, Körperfetzen und Linientrümmer, auch die mißklingendsteJonreihe und das ausschweifendste Schrittmaß noch ein sinnliches"asein für sich behaupten können. Aber der Versuch nach dem gänz-'•chen Abbruch der Überlieferungen aus leerem Hirn etwas NeuesSc haffen zu wollen, das wiederum keinen ruhenden Grund hergeben sollte,s °ndern sich stets in neuen „Richtungen" überholte, der Versuch die „Ur-s P r ünglichkeit" oder „Unberührtheit", die man im eignen Vaterland, dannau ch in Europa nicht mehr fand, irgendwo in einer Urzeit oder bei Ur-v ÖUcern zu finden, die sich bald als ebenso tausendjährig und verbrauchter wiesen, dieses Suchen und Verschleißen aller Gehalte und Formen derKr de nach der Vernichtung der eigenen führte in kurzer Zeit zur Einsicht,da ß man alle diese Wege vergeblich durchlaufen, daß hinter allem chaoti-Sc hen Taumeln und Flittern das Ewignahe und Ursprüngliche: der unzer-störbare Leib, die Gestalt der Dinge, oder wie man philosophisch zu sagennebte: der Gegenstand unzergliedert und unverflüchtigt beharrte. Aber dasEingeständnis des Irrwegs kehrte sein Verhängnis für die Lebenden nichtUln : sie hatten verlernt die leibliche Wirklichkeit zu fassen. Weder ihr*' a uber noch ihre Schönheit war ihren zerknitterten Seelen und zerarbei-te *en Werkmitteln mehr zugänglich. Die Ehrlichen gestanden zu, daß sienac h Jahrzehnten einer mißbildeten Kunsterziehung gar nicht mehr fähig!** ren > etwas anderes als das Niedere und Minderwertige, Zuchtlose und^gestaltete zum Gegenstand ihrer Darstellung zu machen, daß sie ein
en schlich-Edleres, ein Dinglich-Wohlgestaltetes, auch wenn es ihnen be-gegnete, mit ihren Mitteln nicht einmal nachahmend erfassen konnten. DasGarstige und Plebejische, Dumpfe und Wilde, das Errechnete und Ver-Uc hshafte und vor allem und überall: das auf den Kopf Gestellte war ihnen
s einzige Möglichkeit verblieben.
^»e „individuelle" Kunstschöpfung hatte nach einem halben Jahr-aüs end ihr Ende erreicht und endete nach den gewaltigen Herrlichkeiten
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