dererweckungen, Wurzeln, die gerade der alles erforschende Historismusdes 19. Jahrhunderts in ihren letzten Stofflichkeiten bloßgelegt hatte,trat damals verwirrender als je zutage. Aber in den trüben Jahren,als die Untergangsstimmung auch die festesten Herzen ergriff, fühltendie um George die feste Erde unter sich, die der Dichter ihnen gegebenhatte. Sie setzten der Verelendung und Hoffnungslosigkeit die Bilderjener heldischen Männlichkeit entgegen, auf welchem Plane unseres viel"geschichteten Schicksalsgefüges ihre Liebe sie fand. Gegen das bloß eSichfügen ins Unvermeidliche riefen Wolters und Petersen in den „Hei"densagen der germanischen Frühzeit" (1921) den trotzigen Stolz und un-brechbaren Willen unserer heidnischen Altvorderen auf, gegen die E r *weichung und Verpöbelung des Staates Wolfram von den Steinen in den„Staatsbriefen Friedrich II." (1923) die eherne Härte und adlige Geistig"keit des Staufenkaisers und Hildebrandt in seinen Werken „Norm un aEntartung des Menschen, Norm und Verfall des Staates" (1920) den staats-schaffenden Heros als Ursprung und Mitte der natürlichen wie geistige 0Bildung des Volkes. Sie schwiegen auch nicht — zur großen Verwun-derung derer, die sie noch immer für weltfremde Schwärmer erklärten -in den Kämpfen des Tages und setzten bei der Bedrohung von Rhein unRuhr ihr neues Wort gegen das alte seelenwerbende Wort Frankreich 5 'Bertram im „Rheingenius" (1922), Wolters und Elze in den „Stimmedes Rheines" (1923) und in den „Vier Reden über das Vaterland" {i^V'Ja noch „Das Schicksal der Musik" (1923) von Wolff und Petersenkämpfte trotz der scheinbaren Ferne seines Gegenstandes den gleicheKampf um die männliche Artung des deutschen Menschen, um seine ™freiung aus dem bild- und verantwortungslosen Klangrausch, der *"früher als einlullendes so jetzt als aufpeitschendes Reizmittel noch vezehnfacht weiterzuströmen drohte, als sein harmonischer Zauber sch°gebrochen war.
Um diesen engeren Kreis der Blätterwerke legte sich ein weiterer vBefreundeten oder Nachahmenden, und bald war die neue Blick- und P astellungsweise, ob bemerkt oder unbemerkt, begrüßt oder befehdet, ,nalle erheblichen Bereiche der Geisteswissenschaften eingedrungen. Aes lag den Blättern fern, wie wir erläutert haben, eine Wissenschaschule mit gangbaren Methoden und erlernbarer Systematik aufzubaUGerade in der Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit der an Person uAugenblick gebundenen Schau und Findung lag die befruchtende ™kung ihrer Bücher, und wo sie mit ihnen die Geister wandeln undHerzen für ihre Sinngebung des Forschens und Erkennens gewinnkonnten, lag ihnen nichts an Nachfolgern die auch im neuen Stile seh492