schrieb „zwischen Totem und Lebendigem, ja zwischen Tötendem undbelebendem" im weiten Reiche unserer Menschheit. So entstanden keine"ücher, die nur Wissenstoff ordnen und häufen, sondern die gewonnenenEinsichten und Bilder unmittelbar in Blut- und Seelenstoff verwandelnw ollten, tathafte Werke, die sich als Bücher überflüssig machten, wennsi e ihren Sinn erfüllten.
Nachdem mit den genannten Werken zwischen 1909 und 1918 der^Urchbruch zu einer höheren Anschauung und befreiteren DarstellungUnserer großen Bildner gelungen war, griffen im folgenden Jahrzehnt mit" e n älteren auch schon einige der jüngeren Folger ein, „um das durchda s Dichterwort gewandelte Gesicht der Dinge zu sagen". Das Bild des& r oßen Führers wurde mit leidenschaftlicher Liebe weiter umgriffen: denMenden Dichter suchten Edith Landmann in ihrer „Georgika" (1920),r iedrich Gundolf in seinem „George" (1921) mit dem ganzen Reichtume 'nes geschulten Denkens und der ganzen Inbrunst seiner gläubigen Be-geisterung werkhaft und persönlich zu erfassen. Albrecht von Blumenthal, at in den „Griechischen Vorbildern" (1921) die griechischen Dichter hero-lSc h zu sehen versucht, Nietzsche wurde vom jüngeren Gundolf und Hilde-r andt als „Richter unserer Zeit" (1923) und im gemeinsamen Kampfn d Schicksalsgang mit seinem großen Erwecker und Feind in „WagnerUn d Nietzsche" (1924) dargestellt, „Raffael" (1923) von Wilhelm Stein11 deiner Menschen und Werke formenden leiblichen Gewalt als die aus-zahlende und befruchtende Mitte der künstlerischen Renaissance, „Na-Poleon" (1923) von Vallentin als der wesenhafte Mensch beschworen, ane °i die zeitlosen und ewigen Gesetze der heldischen Artung aufstrahlten.^ ie sein Heros über Sieg und Untergang, Feindschaft und Freundschafter Völker als geistiges Vorbild gerade für unsere Jugend noch wirksam^ ei t>t, hat dann derselbe Verfasser in seiner Schrift „Napoleon und dieei >tschen" (1926) gezeigt. Nachdem Gundolf von Cäsar wenigstens die^schichte seines Ruhms" (1924) dargestellt und nun auch sein großeser k über Shakespeare (1928) vollendet hat, sind — bis auf Alexanderd >e hohen Namen, die er in seinem „Dichter und Helden" schon kurz^Schrieben hatte, ins neue Sehen einbezogen.
*u diesem Streben, die sinnbildliche Wesenheit der großen Schatten
. fassen, kam durch die großen staatlichen Gesänge Georges das Ver-
n gen, den volkschaffenden Helden auch in der besonderen Schicksalsluft
tn er Gemeinschaft zu sehen. Niemals vielleicht war unser Volk weiter
n dieser Sicht entfernt als in den schlimmen Jahren nach dem Kriege:
Ol . e ' s P a ltigkeit seiner geistigen Wurzeln aus Germanentum, Antike und
ri stentum und aus den Verschlingungen ihrer Erneuerungen und Wie-
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