»en Individuen" treiben und bei unverkennbarer Beherrschung der kriti-schen Methoden der Wissenschaft damit selbst einen lebenden Menschenl n ihrer „götzendienerischen Manier" verherrlichen. Denn man darf nachder Meinung unserer Gelehrten die Wissenschaft selbst, den Fortschritt,die Technik preisen, anbeten und ihnen Jugend und Leben opfern, man darfdie Freiheit des Individuums, die Voraussetzungslosigkeit der Forschung°der sonst ein Begriffliches mit der eisernen Verbissenheit von Ketzerrich-tern vergöttern. Aber die leibliche Erscheinung des Menschtums in seiner"ochsten Gültigkeit, den großen geistigen Menschen in seiner göttlichenu rkraft, wie er trotz und mit allen Bedingnissen von Ort und Zeit in seinerEinmaligkeit und Unwiederholbarkeit erdgeboren und eigengesetzlich da-steht, darf man nicht als das darstellen was er war und ist: als den Weisenet wa, der mit einem Blick das Wirrsal der tausend Einzelwissen überschautUn d mit seiner Schau das Denken von Jahrtausenden befruchtet, als denFelden, der die Hydren der Empörung niederschlägt und mit seiner hartenKr aft den verlaufenen Völkern seine lebendigen Formen aufprägt, als den
Ic hter, der einer entgötterten Erde wieder den belebenden Funken vom**Hnmel holt. Man darf ohne seinen Ruf als ernster Forscher zu gefährden,v °r allem nicht die ganzen Kräfte der Liebe und Begeisterung in den Dienst
es großen Lebenden stellen, und mag diese Liebe die Verantwortung vordem eignen handwerklichen Tun und die Leidenschaft zur genauen Ein-Slc ht in die geschichtlichen und natürlichen Dinge noch steigern, sie wirdals Trübung der klaren Erkenntnis verdächtigt, eben weil sie sich eine Trü-bu «g durch die t o t e Wahrheit nicht gefallen läßt.
A U diese Vorwürfe kümmerten freilich die „Georgianer" gar wenig. Sie^aren viel zu sehr von der freudigen Lust durchdrungen, mit dem neuenAu ge die gegenwärtigen und vergangenen Dinge zu erfassen, als daß die
tre ite um alte und neue Wissenschaft sie bemüht hätten, sie hatten viel^ große Achtung vor der kühl und langsam wägenden vernünftigen** e Ue, als daß sie in ihrem Kampf um die Ergreifung und Begreifung derWe lt auf die Ratio als Mittel und Prüfstein verzichtet hätten, wenn sieSlc h nicht anmaßte Selbstzweck und letzter Sinn des Daseins zu sein. AberSle Wußten ebensogut, daß die neuen Schriften notwendig den Kreis derrein logisch verknüpften Tatsachen überschreiten mußten, weil ihr Gegen-wand — di e schöpferischen Genien — den der reinen Erfahrung über-drehet und nur an dem Erlebnis eines lebenden Genius und einer ausl «rn geschöpften Anschauung des Menschlich-Großen erfaßt wurde.
George, selbst der genaueste Sprachkenner oder soll ich sagen Philo-°ge, hätte keinen mit der Marke der Blätter vor die Öffentlichkeit tretenasse n, der nicht sein Fachwissen wie jeder Beste seines Faches be-
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