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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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glauben, daß die modernen Erfindungen erst durch die Leistungen desFortschritts für den Menschen möglich geworden wären: als ob frühereGeschlechter nicht Ähnliches hätten leisten können, wenn sie sich ebensoeinseitig auf technische Künste gewandt hätten, statt höhere menschlich«Werte zu pflegen. Als Max Weber einmal behauptete, daß wir alle rn**unentrinnbarer Notwendigkeit in die heutigen Verhältnisse verstrick 1seien und uns ihnen nicht mehr entziehen könnten: auch George könnenicht ohne die Firma Silverberg & Cie. auskommen, die dies und das et'zeuge, da bestritt der Dichter davon abzuhängen und meinte, daß ° ieandern nicht davon loskämen weil jeder ein Stück Silverberg in sich sei'ber trüge und keiner bereit sei, dies aufzugeben. Ein andermal, als die Ve r 'teidiger des Heute die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhält'nisse unserer Zeit gegen alle früheren als Fortschritte der Menschhdpriesen, die größeren Reichtum, größere Bequemlichkeit, größere Sichel"'heit für alle geschaffen hätten, rief der Meister ihnen entgegen:Ja, a uKosten des Menschen und seiner geistigen Werte! Wie der aussieht undwohnt, das ist euch gleichgültig. Ob die Erde und ihre Tage ein wüste 5häßliches Gewusel geworden sind, das kümmert euch nicht. Auf Kostealles Edlen und Schönen wird eine berechnende Kraft groß gezüchtet unalle andern tieferen Kräfte werden zu deren Gunsten ausgebeutet: RauDbau am heutigen Menschen auf Kosten aller künftigen Geschlechterdas treibt ihr!" Ein Schüler Webers entgegnete, daß doch auch Georgdie modernen Einrichtungen, Eisenbahnen und dergleichen benutze. ,fiwiß", versetzte der Meister,ich werde euch nicht den Vorteil la ssedraußen zu stehen, sondern nutze die Sachen soweit sie auch mir z°Kampfe dienen nicht gegen die Sachen, sondern gegen die Menscheart, die sie schafft, geht der Kampf. Aber ich und die Meinen brauchediese Sachen nicht notwendig wie ihr. Wenn heute Fernsprecher und Eis ebahn aufhörten, so könnte Herr Silverberg & Cie. nicht mehr existiere ich und die Meinen aber wohl". Mit der Bemerkung Webers (in W» rschaft und Gesellschaft):es ist bei einer primär künstlerischen charismtischen Jüngerschaft denkbar, daß die Enthebung aus den Wirtschaikämpfen durch Begrenzung der im eigentlichen Sinn Berufenen auf > wIschaftlich Unabhängige' (also: Rentner) als das Normale gilt (so 'Kreise Stefan Georges, wenigstens der primären Absicht nach)", war ufsolche Gegensätze nicht viel gesagt sie erinnerte nur fatal, wenn aU .in wissenschaftlicher Umschreibung, an die Ausdrücke schimpfenderteraten um die Jahrhundertwende.

Auf diesen Gebieten also nicht des Denkens sondern des Verhaltzur Welt und zu den Mächten der Zeit gab es keine Verständigung n °476