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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Verwirklichung, den sie bedingten, blieben ihm gänzlich fremd. An die-sen Punkten, wo es sich nicht mehr um die Einsicht in allgemeine Grund-sätze sondern um die Bewirkung lebendiger Menschen handelte, bliebendie Gegensätze zwischen ihm und dem Kreise Georges unversöhnbarnebeneinander stehen.

Das Erscheinen desJahrbuchs für die geistige Bewegung" gab damalsgenug Gelegenheit sich dieser Gegensätze bewußt zu werden und Erinne-rungen der Freunde wie Marianne Webers Lebensbild ihres Mannes habeneiniges von den Gesprächen festgehalten, wenn wir auch aus den pietät-vollen Erinnerungen der letzteren nur einen dunklen Begriff davon er-halten, wie es geklungen hat, wenn diese beiden Männer aufeinanderprallten.

Die äußersten Gegenkräfte, welche Max Weber in der Menscheng e 'schichte wirksam sah, waren Magie und Erkenntnis. Das Reich der M*gie, der charismatischen Bezauberung, hatte durch das Mittel der Et"leuchtung zum Ziel: eine letzte Stellungnahme zur Welt durch gläubig eErfassung ihres Sinnes, dagegen das Reich des denkenden ErkennenShatte durch das Mittel des Verstandes zum Ziel: ein letztes vernünftig eSWissen über das Seiende und Gültige, die wissenschaftliche Wahrheit-Trotz aller tatsächlichen Vermischungen in der Geschichte gab es rWeber keine wirkliche Verbindung zwischen diesen Reichen und die eh'mals versuchten Verbindungen lösten sich heute nach seiner Meinungendgültig auf, weil die Menschheit durch die Wissenschaft den Weg de rlogischen Entzauberung der Welt gegangen war und ihre Verwandlungin einen kausalen Mechanismus unaufhaltsam fortschritt. Eine Grundan-schauung, wie sie ehemals die großen Religionen geschaffen hatten, aUder heraus auch für alle Sondergebiete des Lebens die Entscheidung §f e 'nommen wurde, gab es für Weber nicht mehr und war auch bei d efortschreitenden Entwicklung der Erkenntnis für ihn nicht mehr mögü cn-Denn der Verstand hatte die unbedingte Widersprüchlichkeit der R e ' rgionen mit den diesseitigen weltlichen Werten aufgedeckt: jene wäreund bleiben ihrem Wesen nach Erlösungsreligionen, die das Diesseits*dieinnerweltlichen" Werte verneinen, mit Sünde und Schuld belasteund durch ihre Forderung der Brüderlichkeit zu den irdischen Daseinformen der menschlichen Gemeinschaft in einem unauflöslichen Gegensastehen. Von diesen Annahmen aus hatte Weber schon vor dem personliehen Zusammentreffen mit George versucht das von diesem ausgehenund am Kreis seiner Nächsten deutlich erkennbareCharisma" in seinebesonderen Wesen zu erfassen. Natürlich vergebens! Denn von der v°Stellung derErlösung", derekstatischen Entrückung" oder der ,. k ° n

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