te n. Daß George auf diesem Wege der Führende war, daß er, der Einsame»cheue und Zurückhaltende, mit stiller Hand die Fäden der befreundeten*-eben knüpfte und an seine Mitte band, daß er der hohen Dichtung, alss ie ringsum in Europa zu erlahmen begann, mit seinem Feueratem immerstärkeres Leben einhauchte, von Werk zu Werk den Bogen des neuen Le-ntis fester und strahlender spannte und immer neue Kreise der besten Ju-Send in seinen Bann riß, daran haben auch Verweys Gedichte und Auf-sätze keinen Zweifel gelassen. Abei Verwey ging, als der SIEBENTE RING^schienen war, diesen Weg nicht mehr wie bisher an der Seite des Freun-ds mit, er zweifelte wie wir geschildert haben, zum ersten Male an derütistlerischen Durchdringung der ihm nicht genehmen Stoffe durch^ e orge, er sah noch auf das Gemeinsame, aber auch auf das TrennendeUft d wo es heißen konnte: Ich folge dir auch auf dieser steilen und frem-etl Bahn, weil du der größte Dichter bist, klang nun das schmerzliche°rt: Ich kann dir nicht folgen, weil du zu sehr Deutscher bist.Aus dem Jahre, in dem DER SIEBENTE RING erschien, stammen zweie dichte Verweys: „Wir Beide, Brief an einen Freund" und „Ich kannte>len Mann" — in den „Gestalten aus meiner Lebenszeit", — die er in^ et Blank Heelal (1908) veröffentlichte und in denen er die gemeinsameKundschaft besingt. Sie lassen vom Tage ihres Beginnes an die glück-c hen Jahre des gegenseitigen Austausches, der schönen Traumfahrtener Zeiten und Räume, die Gewinnung des rebengeborenen „Südlän-er s" für das stolze donnernde Meer, die Gewinnung des nebelgeborenenle derländers für den Zauber der rheinischen Hügel und Kathedralen vor-zuziehen. Sie erinnern an die Glut ihres kampfbereiten Künstlertums, die"der eines schöneren Daseins vor ein betörtes Geschlecht zu stellen, daßl m lebendigen Wort das tiefste Wesen der Dinge wieder erfassen, seinle ben und Leiden edler erkennen lerne. Sie stellen George als den stren-re n Geist hin, der bei seiner Ankunft schon die großen Linien gesehennd gezogen hatte, die dem Freunde noch unbestimmt vor der Seele"Webten: als den Unbeugsamen, der schlimmere Peinen litt und in grö-ßer Ungunst heimischen Schicksals stehend dennoch stolz sein ewigesu lstwerk formte und so dem Freund die Stütze gab und den Weg zeigte,ch sein Land und seine Liebe in neuem Tone zu singen:
-------Er gab mir Stütze und ich übersah mein Leben
Ich band alles Irdische, das mich wirr bewog,In Tönen Linien Formen und das SchwebenUnirdischen Lichts vorm nach innen gekehrten Aug.Ich sang mein Land: Ich war der WiedergekehrteIch sang meine Liebe: Ich war der VielgelehrteDer das Herz wiederfand, das ihn noch nie betrog,
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