te t, und der manchmal seinen Schülern in schrecklichen BekenntnissenJHM enthüllt: Jesus Christus der zu gleicher Zeit Julius Cäsar ist".
Paul Gerardy war seit dem deutschen Einmarsch in Belgien für diefreunde verschollen. Daß Leopold Andrian aus langer Vergessenheit imStaats- und Kriegsdienst noch einmal mit einer Sammlung seiner frühenWerke auftrat, erwähnten wir schon. Cyril Scott verdankte Deutschlandz u viel, um im Kriege in den Ruf „gegen die Barbaren" einstimmen zukönnen. Wie aus seinen „Years of Indiscretion" ersichtlich ist, vertrater einen matten Pazifismus, wie er wohl während der Kriegsjahre sonstln England kaum zu finden war. So stand er nicht gegen uns aber auchn *cht bei uns sondern im theosophischen Nirgendwo. Henry von Heiselerkam, wie gesagt, auf seiner Flucht vor der restlosen Unmenschlichkeitu nd der ihm unerträglichen geistigen Öde der bolschewikischen Macht-haber 1922 nach Deutschland zurück und knüpfte sogleich die Fädenfler Freundschaft wieder an. Er ging still und kampflos an die Ausarbei-
u, ig seiner Schriften, von denen er seine Gedichte „Der Engel des Krie-ges" George widmete. Im November 1928 starb er.
Im gleichen Monat starb auch Paul Thiersch. „Unser Freund", schrieb(Je f Meister nach seinem Tode, „wird bei uns in ehrender Erinnerung blei-be tt als Vertreter einer immer mehr hinschwindenden Menschenart: die es
lc h schwer macht". Seine großen Gedanken in der Baukunst, von denenSe ine Entwürfe Kunde geben, hatte er nur in wenigen Werken ausführenkönnen, da es den Zeitgenossen vor seinem strengen künstlerischen Wil-^ n fröstelte. Aber im Kunstgewerbe setzte er die Linien der älterenKünstler, deren wir Erwähnung taten, fort und schuf auf Burg Giebichen-^ e in bei Halle eine Schule, in der er ebensosehr durch Leistung wie durchHaltung und Wesen eine Luft hingebender Gemeinschaft erzeugte, diealle Kräfte ergriff und auch den widerstreitenden Neigungen der Lehrer
nd Schüler das Merkmal einer künstlerischen Übereinkunft und einesendigen Zusammenhangs aufdrückte.Wir schweigen von anderen, denen in schlimmer Zeit das Blut erkrankte
^er die Kraft erlahmte und die nun mit ermatteten Sinnen meinten, er,
er Meister sei anders geworden als damals. Der Tod der einen war unab-wendbares Schicksal, dem Ehrung und Klage galt, das Irregehen der an-
* re n. die schon früher die Mitte verloren hatten, erträglicher Verlust,er eine Trennung war durch die Dauer und Tiefe der Freundschaft,
Uf ch die Größe der Person und durch ihre sinnbildliche Bedeutung für. as Geschick zweier Brudervölker von schmerzlicher Schwere und noch
gelöster Trauer: die Trennung von Albert Verwey.Wenn zwei Völker nach jahrhundertelanger Scheidung sich in der
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