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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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öffentlichen Lebens, die Schicksale des Kampfes und der Verbannung, desRuhmes und Richtens an. Zu Dante dem Dichter, der sich mit dem höch-sten Anspruch des geistigen Gestalters neben Cäsar stellte, trat Dante derKämpfer und Staatsmann, der tuend und leidend in die Geschicke seinerVaterstadt und seines Vaterlandes eingriff und Urteil und Fluch, Gebetu nd Sühne über die lebenden und kommenden Geschlechter aussprach.Wie Piaton und Hölderlin an ihrer Stelle erschien er George nun als derdichter und Bildner seines Volkes, der über Hader und Parteiung durchSe »n Sein und Wirken den geistigen Keim des neuen staatlichen VolkstumsSc huf und seinen Sinn in ewigen Worten bewahrte. Das Weltbild desChristen Dante ist für uns versunken, wenn wir auch gerade durch ihn*» ganze Düsterkeit und Herrlichkeit des christlichen Kosmos kennen,de r Traum des Ghibellinen Dante vom Weltkaisertum ist für uns erloschen,^enn wir auch gerade durch ihn das dichteste und klarste Bild davon be-izen, aber der Schöpfer und Befruchter seines Volkes, der staatlicheachter Dante ist wirklich lebendig geblieben, und was ihn trotz jenerUntergänge dennoch als den universalen auch uns noch bewirkenden Geistu °er den Bereich Italiens hinaus kenntlich macht, ist die geheimnisvolle°Ppelsicht seines Wesens und Werkes: die Verdichtung und Gestaltung(le s Neuen Lebens in der Darstellung und Erfüllung der christlichen Welt,as Erscheinenlassen des heldischen Menschen und eines neuen staatlich-VcJ Ucischen Fühlens im Raum der Heiligen und der Kirche, das Sichtbar-n d Gewichtigmachen des Irdisch-Menschlichen im jenseitigen überirdi-Sc hen Gottesreich. Es bedurfte freilich noch sieben Jahrhunderte bis dasinseitige seiner Glaubensvorstellung ganz erlosch und das Überweltliche*> ail z in die Erdenheimat zurückgesunken war, es bedurfte der Wandlunger ganzen Seelenart unseres Menschtums und seines drohenden Unter-^ an gs durch die Erschöpfung aller Kräfte in den geistigen Widerstreiten»eser Wandlung, bis der deutsche Dichter die Reihe der Kämpfer voll-n dend und neu eröffnend das neue Leben in seiner ganzen Fülle undr dendichte sah und mit dem Namen seines besonderen Sinnes als dasch Öne Leben verkündete, in dem sich Mensch und Erde, Volk und Staat,as Reich der Kommenden erfüllen soll. Diese Sicht von Dante zu unseze ichnen die neuen Stellen der Übertragung: auch sie nicht minder dieüft eines flammenden Schicksals atmend, in dem das Edle gedeiht.

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