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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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sehen, gab auch den Heimkehrenden die Kraft sich über die wilden Er-schütterungen und schmerzlichen Verzichte nach dem Kriegsende zu er-heben und neben manchen Versen der schon erwähnten drückt dieses Ge-fühl sich am deutlichsten im Dichter der vierWidmungen" aus, einemder wenigen von den Jüngeren, die vom Beginn an in den heftigstenKämpfen standen und zurückkehrten. Wir wissen, wie schwer es geradeden Tapfersten wurde, aus dem Entsetzen jener Schlachten in die Ent-täuschung dieses Endes, aus jenem hochgespannten Glauben an dasVaterland in die brudermörderische Zerrüttung dieses Friedens zu gehen-Manche hatten nicht mehr die Kraft ihre von Mühsal, Wunden und Grauenermatteten Herzen zu bewahren, weil sie in der Heimat keinen Raumfanden, wohin sie ihren Glauben an heldisches Tun hätten retten, keinheiles Menschtum, das ihn hätte widertönen können. So mußten die einenin verwundeter Scham schweigen, die andern was sie ehmals gepriesenins Gegenteil verkehren und im äußeren oder inneren Umsturz das Hei'suchen. Die Dichter der bürgerlichen oder proletarischen Welt fandennur noch den heillosen Schrei des Aufruhrs oder den noch heilloserennach ewigem Frieden und völligem Verzicht auf den tathaften männ-lichen Weg im Schöße derLiebeseinheit". Auch in denWidmungenunseres Dichters drückt sich die Qual der Massenschlacht und die Trost-losigkeit der sieglosen Wende in Wort und Ton bis zur Bitterkeit nocaus, aber bei der Heimkehr sah der junge Krieger in allem Wogen uflBranden der erschütterten Welt die Insel des geheimen Deutschland u°verletzt und auch dem wildesten Sturme unerreichbar. Ja er sahFreunde mitten unter maßlosem Taumel und verzweifelter Trauer siean der stillen Stätte wieder sammeln, die hohen Bilder unberührt ununversehrt, den Hüter ungebrochen und die im Sturm Geschüttelten ruhigund des Weges gewiß zu neuem Wirken schreiten. Und wenn der fr° nSchauder und Dank des Genesenden das Einzige bleibt, das sein Lebeeinmal in die reine Höhe dichterischen Schaffens trug, so bleiben aucdiese wenigen Strofen sein dauerndes Denkmal über der Zeit.

Früher entstanden und einsam unter all jenen von den schweren *»eignissen Berührten stehen die Gedichte desDaviddichters" da. SeiVerse sind zu keinen anderen als denen Georges in Vergleich zu setzer ist der Blutnächste des Meisters in jedem Sinne, aber nebenbraunen und stahläugigen steht er als der schwarzhaarige und schwaäugige Sohn des Rheines und der Nahe, der die Gluten und Farben Georgnoch brennender und schimmernder zu spiegeln suchte. Er hat beisprünglichem Dichtertum eine bis zum äußersten verfeinerte Kunstübuoß'die Wenghöfer auf das tiefste erschreckte, weil er hierin einen für >

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