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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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bändigen und die zerfallende geistige Einheit durch die Idee seines krie-gerischen Imperiums zu ersetzen, er allein hatte vor allem uns Deutschendie Splitter und Spielschachteln unseres lächerlich gewordenen Reichesmit dem Schwerte zerschlagen, und als der Geist Friedrichs selbst in denPreußen zu erlöschen drohte, mit Feuer und Blut aus unserem verletztenStolz die tapferen Gegenspieler erweckt und sich dadurch als unver-lierbarer Keim unserem völkischen Wachstum eingesenkt den zu pflegenund in neuer Jugend lebendig zu erhalten, das Amt der Dichter und Den-ker ist. So sieht ihndas Gespräch vor der Abtei" eines anderen Dich-ters der elften und zwölften Folge. Dessen übrige Gedichte besingen denDunkel- und Lichtrausch antiker Götter und man denkt bei ihnen an diePflanzgriechen in Sizilien, die noch ihre altertümlichen Bildwerke mei-ßelten und in seltsamer Weiterbildung aus spartanischer Einfalt einendorischen Luxus erzeugten, als der neue Geist des Mutterlandes schonin andre Helle getreten war. Etwas von der seltsamen Mischung ausSchattensehnsucht und hoher Vernunft, das diese Gedichte kennzeichnet,ist auch in jenes Gespräch zwischen dem Kaiser und Prior eingeflossen:Tat und Opfergedanke schwingen auf dem römisch-christlichen Boden,auf dem die beiden stehen, ineinander und der Erwecker der Gegenwar-tigen, die ihn verraten werden, ist zugleich der Geopferte für das Heider künftigen Geschlechter, in denen noch sein Schatten siegt. In scharfenUmrissen sind in dieser Dichtung die Franzosen Burgunds und die Deut-schen einander gegenübergestellt, jene mit ihrem beflügelten Aufopr e 'rungswillen bis zum letzten, diese mit ihrem undurchdringlichen Schwan-ken zwischen Hingabe und Abkehr, Schlaffheit und Blitz. Und greifbarwie mit den Augen des bildenden Künstlers erfaßt steht in diesen Versendie lothringische Landschaft vor uns, wo auf römischem Grund aus früheGermanenstämmen Frankreich erwachsen ist: bis heute noch ein Zwi'schenreich, das die Deutschen verloren und die Franzosen niemals gandurchdrungen haben.

Wie bei diesem Dichter ist überhaupt in den Dichtungen der elften unzwölften Folge das Landschaftliche unmittelbarer und dinglicher in seiner örtlichen Besonderheit und gänzlich ohne romantischen Gefühlsschleiegesehen. Der SIEBENTE RING und die Danteübertragungen hatten hie f 'für das Vorbild gegeben, der Krieg gab dazu den geschärften Blick * udie erdhaften Gewalten und den vermehrten geschichtlichen Anteil fürVerbindung von Boden, Volk und Schicksal, wie es die GruppenN°discher Frühling"Mazedonien" und das GesprächErweckung"Wolters und die Kaisergespräche Vallentins schon erkennen lassen. Astärksten aber ist diese neue Form des landschaftlichen Sehens von de

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